Wohn- u. Geschäftshaus
Johann-Mayer-Straße 6 · Kalk
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4545 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Johann-Mayer-Straße 6, 51105 Köln |
| Baujahr | um 1897 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 05.04.1988 |
| Stadtteil | Kalk |
Das laut Adreßbuch um 1897 von Bauunternehmer Seidenfaden erbaute Wohn- und Geschäftshaus besitzt eine Stuckfassade von 4 Achsen und 4 Geschossen, die sich von dem Nachbarhaus Nr. 4, dem es in der Grundkonzeption gleicht, durch eine reichere Ausschmückung unterscheidet. Auch hier ist die Mittelachse durch ein Scheinrisalit mit 2 gekuppelten Fensterachsen betont, im 1. Obergeschoß, der Belétage, weisen die beiden Mittelachsen sogar konsolengestützte Dreiecksverdachungen auf, während die Seitenachsen und die Fenster des 2. Obergeschosses durch konsolengestützte Gebälkverdachungen verziert werden. Kräftige Fensterbankgesimse sowie ein konsolgestütztes Dachgesims betonen die horizontale Unterteilung der Fassade, deren Fenster und Haustüre erneuert wurden. Dem Stil der Neorenaissance entsprechen auch die rechteckigen Putzspiegel in den Brüstungsfeldern des 1. Obergeschosses sowie die Diamantquader auf den Fensterumrahmungen.
Im Innern blieb der Hausflur in seiner historischen Konzeption mit originalem Fliesenboden und Deckenstuck sowie originaler Holztreppe mit Antrittspfosten erhalten. Auch die Wohnungen weisen noch die originalen Abschluß- und Zimmertüren auf.
Der Industrievorort Kalk entwickelte sich explosionsartig in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts von einer Ansammlung von 3 Höfen mit Wallfahrtskapelle zu einer dichtbesiedelten Arbeiterstadt mit zahlreichen Fabriken. Von diesen sind als bedeutendste noch heute die chemischen Werke Kalk und Klöckner Humboldt Deutz (früher Firma Liesegang) tätig.
Städtebaulich ist das Objekt Teil des noch überaus vollständig erhaltenen Straßenraumes der Johann-Mayer-Straße und bildet mit den gleichzeitig erbauten Häusern Nr. 2 - 16 ein städtebauliches Ensemble.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0