Wohnhaus

Heinestraße 25 · Lindenthal

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4093
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Heinestraße 25, 50931 Köln
Baujahrum 1924
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 02.04.1987
Stadtteil Lindenthal

Die um 1924 von dem Architekten Clemens Klotz errichtete zweigeschossige, vierachsige Doppelvilla präsentiert einen symmetrischen Baukörper auf originalem Grundriß mit aufgerauhter Putzfasade und weit überstehender Traufe des Knickwalmdachs. Ein organischer Übergang zwischen Dachüberstand und den Fassaden wird durch ein in vierfacher Stabung gestaffeltes nach oben verbreitertes Traufgesims hergestellt. An den Seitenfassaden treten die überdachten Eingänge durch Auskragungen hervor. Die sich in Höhe des EG zur Heinestraße mit den Parterreerkern verbinden. Eine optische Erweiterung erfährt die Fassade im EG durch die gleichförmigen Torbögen der Einfahrten, die an die Straßenflucht der übereck verlaufenden Parterreerker zu beiden Seiten schließen. Diese optische Erweiterung wird auch durch die Einfriedungsmauer noch verstärkt. Als baukünstlerisches Gestaltungsmittel tritt die Scharrierung als Sockel im EG, an der Einfriedung, ferner an den konischen Abschrägungen der Torbögen und insbesondere an der mehrfach profilierten Türrahmung des Seiteneingangs in Erscheinung; die abstrahierten Tier- und Pflanzenornamente an den Ecken der Fassade und die Stuckreliefs in der Gartenveranda stammen von Willy Melber. Die Fenster besitzen noch die originalen Sprossengliederungen mit den originalen Klappläden im 1. OG. Zum Originalbestand gehören im Innern die zum Teil erhaltenen Lampen und Stuckdecken, die Abschlußtüren mit ihren Rahmungen, ferner die Holztreppe mit gedrechseltem Geländer, Handlauf und Antrittspfosten.

Das Haus Heinestr. 25 ist bedeutsam für die Geschichte der Menschen in Lindenthal, da es den um 1900 ansetzenden und bis in die 20er Jahre anhaltenden Ausbauprozeß des Geländes zwischen Zülpicher Straße und Dürener Straße zu einem reinen Wohngebiet für eine Bevölkerung mit gehobenen Wohnansprüchen dokumentiert. In der Nähe der Universitätsklinik entstand eine Bebauung von Ein- und Mehrfamilienhäusern und Villen, die durch Hinter- und Vorgärten, Parks und Straßenbepflanzung aufgelockert ist.

Als Bestandteil der Doppelvilla gehört das o. g. Objekt in eine Villenbebauung vornehmlich aus den 20er Jahren, in der Stilformen des Expressionismus und des Bauhauses zur Anwendung kamen, die eine individuelle städtebauliche Konzeption dokumentieren. Für die Heinestraße prägt die Breitenwirkung der Fassade des o. g. Objektes die Straßenraumgestaltung maßgeblich mit.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0