Wohnhaus

Engelsstraße 24 · Kalk

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4106
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Engelsstraße 24, 51103 Köln
Baujahrum 1900
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 09.04.1987
Stadtteil Kalk

Das Gebäude wurde um 1900 errichtet.

Baugeschichtlich bedeutend ist das 3-geschossige, 3-achsige Gebäude als Typ des für den Kölner Raum charakteristischen Dreifensterhauses. Die Stuckfassade mit Stilanklängen aus der Renaissance wird gegliedert durch profilierte Fensterbankgesimse, Stockwerkgesims und doppeltes Konsoltraufgesims. Profilierte, segmentbogige Fensterrahmung mit mittelbetonenden Diamantquadern, die sich in den Fensterbrüstungsfeldern der 2 Geschosse als waagerechte Blöcke wiederholen; der Wechsel zwischen Glatt- und Rauhputzbänderung im Erdgeschoß mit Eingangsbetonung durch ein Kartuschenfeld - strukturieren und beleben die Fassade. Eine besondere Akzentuierung erfährt das 2. Geschoß durch die aufwendige Fensterverdachung durch Giebel und Rundbogenfelder mit religiösen Maskenmotiven, sowie durch Konsolen abgegrenzte Rauhputz- und Ornamentfelder. Trotz geringfügiger Veränderung des Erdgeschosses verdeutlicht die Fassade als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes.

Von ortsgeschichtlicher Bedeutung ist das Wohnhaus, da es den sprunghaften Ausbau dieses industriellen Vororts um die Jahrhundertwende dokumentiert. Nach der Ansiedlung von großen Industrieanlagen außerhalb der Rayongrenze Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Kalk (1877) zu einer selbständigen Stadt. Der wirtschaftliche Aufschwung führte zu einer immer intensiveren Bebauung des bisher freien Geländes in der Nähe der Industrieanlagen, vor allem mit Wohnhäusern für Arbeiter und Angestellte der umliegenden Industrie.

Städtebaulich bedeutend ist das Objekt als wichtiger Bestandteil eines historischen Straßenensembles mit den Hausnummern 20, 22, 26, das im Vergleich zu angrenzenden neueren Bauten das geschichtliche und baugestalterische Zusammenwachsen der großstädtischen Struktur ablesbar und erlebbar macht.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0