Wohn- u. Geschäftshaus
Engelsstraße 23 · Kalk
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4182 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Engelsstraße 23, 51103 Köln |
| Baujahr | 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.06.1987 |
| Stadtteil | Kalk |
Das Gebäude wurde 1905 errichtet. Baugeschichtlich bedeutend ist das dreiachsige, viergeschossige Gebäude mit Giebelgeschoß und dreigeschossigem Erker vor allem wegen seines vegetatiblen und ornamentalen Jugendstildekors. Die durch Gesimse, breites Traufgesims mit arabeskenartigem Fries, sowie Fenstersohlbänken gegliederte Fassade wird (im 2. Geschoß) strukturiert durch Fugenschnitt in den Fensterbereichen, Eckquaderungen an den Fassadenkanten; reich dekorierte Fensterbrüstungsfelder in verschiedenen Formen des floralen sowie geometrischen Jugendstils. über dem 2. Geschoß des Erkers befindet sich, betont von einem Gesims mit Rundbogen, eine engelsköpfige Maske, flankiert von zwei Festons. Der Rundbogen wiederholt sich in der Giebelform die Fenstons treten als Kranzmotiv im Giebeldekor auf. Die Mittelbetonung der Fassade durch Erker, Giebel, Eingangstür und Maskenstuck sowie die regelmäßige Achsialordnung und die beidseitig gleiche Stuckdekoration, geben der Fassade ihr symmetrisches Erscheinungsbild. Trotz der Veränderung des Erdgeschosses verdeutlicht die Fassade als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes.
Von ortsgeschichtlicher Bedeutung ist das Wohn- und Geschäftshaus da es den sprunghaften Ausbau dieses industriellen Vororts nach der Jahrhundertwende dokumentiert. Nach der Ansiedlung von großen Industrieanlagen Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Kalk (1877) zu einer selbständigen Stadt. Der wirtschaftliche Aufschwung führte zu einer immer intensiveren Bebauung des bisher freien Geländes in der Nähe der Industreianlagen, vor allem mit Wohnhäusern für Arbeiter und Angestellte der umliegenden Industrie.
Städtebaulich bedeutsam ist das Objekt mit den wenigen erhaltenen historischen Bauten (Nr. 20, 22, 24 und 26) als wichtiger Bestandteil der Engelsstraße. Gegenüber der von Straßen umsäumten Josephskirche gelegen, verweist sich das Gebäude als Blickpunkt einer Platzsituation zwischen den Straßenmündungen. Im Vergleich zu den neueren Bauten der Umgebung wird das geschichtliche und baugestalterische Zusammenwachsen der großstädtischen Struktur ablesbar und erlebbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0