Wohn- u. Geschäftshaus
Ehrenstraße 39 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4116 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Ehrenstraße 39, 50672 Köln |
| Baujahr | um 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 14.04.1987 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Das Gebäude wurde um 1910 errichtet.
Baugeschichtlich aussagefähig ist das auf extrem schmalem Grundriß erbaute 4-geschossige Traufenhaus mit 3-geschossigen, 4-fenstrigen Erkern auf polygonalem Grundriß als Beispiel für den damaligen großen Wohnraumbedarf. Die strenge Gliederung der Werksteinfassade im Stil des Neoklassizismus erfolgt horizontal durch Gesimse und geometrische Wandvorlagen in den Fensterbrüstungsfeldern, vertikal durch die Rahmungen der Fensterbänder. Über dem verdachten Erker erhebt sich ein Giebelgeschoß mit 2 Fenstern und geschweiftem Giebel mit geradem Abschluß. Der zurückhaltende Dekor am Giebel und in der Fensterrahmung des 1. OG's ist ein weiteres Merkmal des Neoklassizismus. Insgesamt verdeutlicht die Fassade als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes. Im Innern des Gebäudes ist an originalen Ausstattungsteilen noch ein gedrechseltes Geländer erhalten.
Ortsgeschichtlich bedeutend ist das Wohn- und Geschäftshaus, da es den Ausbau des westlichen Teils der Kölner Altstadt dokumentiert. Rascher Bevölkerungszuwachs und rege Bautätigkeit durch wirtschaftlichen Aufschwung prägten wesentlich das Erscheinungsbild der Ehrenstraße. Die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels wurden ausgenutzt und je nach Lage mit Häusern unterschiedlicher sozialer Bestimmung bebaut.
Im 2. Weltkrieg wurde die Altstadt zu fast 95% zerstört. Das vorliegende Objekt gehört zu den wenigen erhaltenen historischen Gebäuden im innerstädtischen Bereich.
Städtebaulich wichtig ist das Objekt als Bestandteil eines Straßenensembles, das in Verbindung mit den erhaltenen historischen Gebäuden der Ehrenstraße ihr ehemaliges Erscheinungsbild anschaulich rekonstruierbar macht.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0