Wohn- u. Geschäftshaus
Ehrenstraße 48 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7274 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Ehrenstraße 48, 50672 Köln |
| Baujahr | 1901 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 09.12.1994 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Erbaut: 1901 (inschr. datiert); 4 Geschosse, 1 Achse, Backsteinfassade mit Werksteingliederungen in Anklängen an die Renaissance; EG mit Ladeneinbau und Hauseingang verändert; Fenster erneuert. Rückwärtig backsteinsichtig, Fenster erneuert (Innenhof im EG überbaut). Im Innern original: verkleidete Holztreppe, hölzerne Geländerstäbe mit Holzhandlauf und Antrittspfosten, teilweise originale Zimmertüren, Holzdielen und schlichte Stuckdecken, hölzerne Dachtreppe original.
Die Ehrenstraße im Westen der Kölner Altstadt ist ein Teilabschnitt einer Ost-West-Achse, die zur Römerzeit angelegt wurde und die die Altstadt vom Rhein (Mühlengasse) bis zum Friesenwall durchläuft. In römischer Zeit gab es in der Ehrenstraße drei Ehrentore, wovon eines in unmittelbarer nähe zu dem Wohn- und Geschäftshaus Ehrenstr. 48 lag. Das Tor wurde 1882 im Zusammenhang mit der Stadterweiterung durch Hermann Josef Stübben abgebrochen. Im Zuge dieser überregional bedeutenden Stadterweiterung wurde 1901 u. a. das o. g. Objekt mit einer verhältnismäßig schlichten historisierenden Fassade errichtet. Es hat den Zweiten Weltkrieg, im Gegensatz zur angrenzenden Bebauung, relativ unbeschadet überdauert und gehört heute zu einem Restbestand von Gründerzeitbauten im östlichen Teil der Ehrenstraße (Albertusstraße bis Alte Wallgasse), die das Erscheinungsbild des Straßenzuges um die Jahrhundertwende bewahren. Zusammen mit den weitgehend geschlossen erhaltenen Häuserzeilen im westlichen Teil der Ehrenstraße (Alte Wallgasse bis Friesenwall) besteht hier ein Ensemblebereich, der die Altstadtbebauung des 19. Jahrhunderts mit einer gewachsenen, kleinteiligen Parzellenstruktur dokumentiert, die wie bei dem erhaltenswerten o. g. Objekt fast ganz überbaut ist.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0