Wohnhaus

Leyboldstraße 15 · Marienburg

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4122
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Leyboldstraße 15, 50968 Köln
Baujahrum 1911
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 23.04.1987
Stadtteil Marienburg

Die Villa Leyboldstr. 15 ist um 1911 als Teil des Doppelhauses Nr. 15/17 errichtet worden.

Über einem Sockel aus Haustein erhebt sich der 2-achsige, 2-geschossige Baukörper mit seitlichem Altan zur Straßenseite. Die glatte Putzfassade wird durch Pilaster zur Achsenunterteilung und Eckbetonung vertikal gegliedert. Alle Fenster - neue Holzfenster - sind mit regelmäßigem Sprossennetz versehen und werden zusätzlich durch Fensterläden betont.

Der gesamte Baukörper wird über einem breiten Traufgesims durch ein eingeknicktes Walmdach mit Biberschanzeindeckung überfangen, das von hohen Zwerchhäusern mit geschweiftem Giebel zur Belichtung des ausgebauten Dachgeschosses durchbrochen wird.

Der seitliche Eingangsbereich ist verändert worden: Ein Mittelrisalit nimmt heute das Treppenhaus auf, das durch ein neues Rundfenster belichtet wird. Von der originalen Innenausstattung zeugen lediglich der Parkettfußboden und ein Sturzbogen im Erdgeschoß.

Marienburg zählt durch die Vielzahl seiner im Verhältnis zur übrigen Stadt im Krieg weitgehend verschonten und im originalen Zustand erhaltenen Bauten zu einer der geschlossensten Villenkolonien in Deutschland und einer der im historischen Sinne besterhaltenen Gebiete der Stadt Köln. Seit der Gründung dieses Villenvorortes im späten 19. Jahrhundert haben hier in Marienburg fast ausschließlich nur bedeutende Kölner und auch andere deutsche Architekten Villen und Landhäuser errichtet, wodurch dieser Vorort gleichzeitig eines der architekturhistorisch interessantesten Wohngebiete in Köln und darüber hinaus auch in Deutschland ist.

Das Haus Leyboldstr. 15 ist in seiner Gesamtkonzeption und der Detailausführung ein Gebäude von großer künstlerischer Qualität.

Das Gebäude zeigt eine der Zeit gemäße Wiederaufnahme barokker Formen verbunden mit heimatlich geprägter Architektur.

Für den Erhalt dieses Hauses sprechen neben den künstlerischen auch wissenschaftliche Gründe, denn als Zeugnis der Architekturentwicklung vor dem 1. Weltkrieg gilt diesem Haus auch das besondere Interesse der Bauforschung und Architekturgeschichte der Stadt Köln.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0