Wohn- u. Geschäftshaus
Pfeilstraße 8 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4141 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Pfeilstraße 8, 50672 Köln |
| Baujahr | 1921 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 08.05.1987 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Das laut inschriftlicher Datierung 1921 erbaute Wohn- und Geschäftshaus besitzt eine dreiachsige Backsteinfassade, die in ihrer Gesamtkonzeption an niederrheinische Dreifensterhäuser anknüpft. Dies bezieht sich vor allem auf den geschweiften, mit einem kräftigen Gesims horizontal abschließenden Giebel, aber auch auf die geschoßweise sich unterscheidenden Fenster, von denen die im 1. Obergeschoß mit einem Werksteinrahmen umschlossen werden. Während jedoch zum Beispiel im Aachen-/Lütticher Raum die Fenster vornehmlich durch Blaustein eingerahmt werden, wurde bei dem obigen Objekt ein heller Sandstein verwandt. Das Erdgeschoß wurde nach 1950 umgebaut, die Fenster wurden erneuert.
Im Innern ist die Terrazzotreppe mit Eisengeländer original. Auch die Türen stammen weitgehend aus der Erbauungszeit.
Das Haus Pfeilstr. 8 ist bedeutend für die Geschichte der Kölner Altstadt, deren Mauerring von 1180 - 1881 erhalten blieb. Heute ist allerdings nur noch das Straßensystem, im Kern schon von den Römern angelegt, mittelalterlich. Wiederaufgebaut wurden die romanischen Sakralbauten aus der Blütezeit Kölns, während der Profanbau der alten Hansestadt verlorenging.
Nach der Eingliederung Kölns in Preußen, fand ein allmählicher wirtschaftlicher und kultureller Aufschwung statt, dem allerdings die meisten baufälligen Altstadthäuser zum Opfer fielen. Geschützt sind daher in der Regel Objekte der Stadterneuerung ab 1860, die Bebauung der Pfeilstraße stammt, soweit historisch, aus dieser Zeit. Die Pfeilstraße ist eine an der Grenze der Altstadt gelegene auf den Rudolfplatz zulaufende Wohn- und Geschäftsstraße. Für die Nutzung und Erhaltung sprechen kunsthistorische und städtebauliche Gründe.
Städtebaulich ordnet sich das Gebäude weitgehend in die teils historische, größtenteils jedoch moderne Altstadtbeauung ein, da es ein stilistisches Verbindungsglied zwischen den Bauperioden darstellt. Da in den 20er Jahren in der Innenstadt nur wenige Neubauten entstanden, ist das Gebäude auch von ortsgeschichtlichem Interesse.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0