Wohn- u. Geschäftshaus
Hahnenstraße 20 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3463 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Hahnenstraße 20, 50667 Köln |
| Baujahr | um 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 28.02.1986 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Das Haus ist ein Zeugnis der Orts-, Siedlungs- und Baugeschichte von Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Nachfolgebauung der Hahnenstraße in den Jahren 1911 bis 1914. Das in dieser Zeit errichtete Gebäude blieb als einziges aus der durch Altbauten charakterisierten oberen, auf die Hahnentorburg zufluchteten Hausreiche erhalten. Im Zweiten Weltkrieg beschädigt (Durchfahrtsachse an Straßen- und Rückseite, Treppenaufgang), wurde es nach 1945 in seiner historischen Form hergestellt und kann so auch als Dokument des Wiederaufbaus angesehen werden.
Es weist sich als 4achsiges, 4geschossiges, mit einem Zwerchgiebel ausgestattetes Geschäftswohnhaus aus. Seine Fassaden verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau. Von Bedeutung ist seine baukünstlerische an der Renaissance orientierte Gestaltung, die sich besonders in der Straßenfassade, einer Werksteinblendfassade, äußert. Sie besitzt axialen Aufbau und eine asymmetrische Ordnung, die von einem über die OGs reichenden Erker betont wird. Ein sich über die zweite bis vierte Achse spannender, 3stufiger Volutengiebel bekrönt die Straßenfassade. Die Geschoßgliederung erfolgt durch Gesimse bzw. durch unterhalb der Fenster verlaufende Profile sowie Brüstungsfelder. Pilaster fassen die Geschosse vertikal im Sinne einer Kolossalordnung zusammen. Ein breiter Akanthustraufgesimsfries gibt der Hauswand einen zusammenfassenden und zugleich dekorativen Abschluß. Die originale Haustür und Sprossenfenster in originaler Teilung vervollständigen die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung.
Dem repräsentativen Baustil entsprach die Inneneinrichtung, von der u. a. (z. T ergänzte) Originalteile vorhanden sind: Marmorausstattung, Deckenstuck und Zwischentür im Eingang; Stuckdecken in den Wohnräumen; gekachelte Durchfahrt mit stuckierter Deckenkehle.
Städtebaulich bildet das stattliche Gebäude einen architektonisch markanten Blickfang in der oberen Hahnenstraße, der das ehem. reiche historische Straßenbild um die Hahnentorburg vergegenwärtigt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0