Wohnhaus

Emmastraße 5 · Sülz

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4192
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Emmastraße 5, 50937 Köln
Baujahrum 1914
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 25.06.1987
Stadtteil Sülz

Das Mietwohnhaus wurde um 1914 errichtet. Die mit sparsamen Stuckverzierungen ausgestattete Putzfassade des o. g. Doppelhauses präsentiert durch ihre Vorbauten: 2 Erker vom Erdgesschoß bis zum 2. Obergeschoß und 4 Arkaden im Erdgeschoß mit darüber befindlichen Balkonen horizontal und vertikal eine sechsachsige, auf einen hohen Giebel bezogene, symmetrische Gliederung mit 3 Geschossen und ausgebautem Mansarddach. Die durchlaufenden Erker mit polygonalem Grundriß der Fensterachen stellen eine Verbindung der Arkaden mit dem Giebel her, wo im Mansarddachgeschoß durch die Fensterreihung der horizontale Akzent aus dem Erdgeschoß wieder aufgenommen wird. Die Fenster des linken Erkers (Haus Nr. 3) sind durch ein dorisches Kyma gerahmt, desgleichen weisen die Eingänge eine kymaähnliche Rahmung auf. Die Fenstergliederung befindet sich straßenseitig zum großen Teil und rückwärtig (von Haus Nr. 3) noch vollständig in originalem Zustand. Im Hausflur befinden sich originale Wandfliesen mit Metallhandlauf, sowie Wand- und Deckenstuck. Zum Teil sind die Türrahmen und Abschlußtüren, ferner die Terrazzotreppe mit Metallgeländer und Holzhandlauf original erhalten.

Die Emmastraße gehört mit ihrer Bebauung zur zweiten Entwicklungsphase in Sülz, die nach der Vollendung der Neustadt um die Jahrhundertwende beginnt, zur Erschließung weiterer Gebiete für stadtnahes Wohnen. Das o. g. Objekt ist ein unverzichtbares Dokument der Originalbebauung aus dieser Zeit, an dem bereits die historisierenden Stilformen älterer Sülzer Häuser weitgehend zurücktreten.

Durch die einheitliche Flucht der Arkaden über dem Sockelgeschoß mit dem Haus Nr. 1 (Eckhaus zur Lotharstraße) geht das o. g. Objekt eine organische Verbindung mit dem benachbarten Baukörper ein und bildet ein Denkmalensemble, das als straßengestaltendes Element den Blick von der Lotharstraße in die Emmastraße lenkt und durch die hohe Giebelung auf den gegenüberliegenden Nikolausplatz mit der Sülzer Kirche St. Nikolaus Bezug nimmt. Von dort aus nimmt das Eckhaus Nr. 2 mit seiner Giebelung teil an der Straßengestaltung, deren einheitlicher Charakter des weiteren die Häuser Nr. 13 mit gleicher Erkerachse und Nr. 10 (Eckhaus zur Wittekindstraße) durch die gleiche Giebelung fortsetzen.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0