Wohn- u. Geschäftshaus
Dellbrücker Hauptstraße 151 · Dellbrück
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4308 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Dellbrücker Hauptstraße 151, 51069 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 19.10.1987 |
| Stadtteil | Dellbrück |
Das Gebäude wurde um 1905 errichtet. Baugeschichtlich bedeutend ist das 3-geschossige, 4-achsige Wohn- und Geschäftshaus als Beispiel einer Bauweise nach der Jahrhundertwende mit vermischten Formelementen des Jugendstils sowie des Historismus. Die flächige und symmetrisch konzipierte Fassadenfront wird durch Putzbänder in Höhe der Kämpfer der ursprügnlichen Kreuzfensterteilung, Fensterbankgesimse (im 2. OG) sowie ein profiliertes Traufgesims gegliedert. Die stichbogigen Fensterrahmungen sind jeweils mit einem Keilstein besetzt. Die das 1. OG betonenden Fensterbekrönungsfelder mit in floralem Jugendstil gefaßten Medaillons und geschweiftem Gesimsabschluß, weisen auf die sogenannte Belétage hin. Trotz des veränderten EG's verdeutlicht die Fasade als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes. Im Innern des Hauses sind an originalen Ausstattungsteilen noch erhalten: Fußbodenfliesen im Jugendstildekor, gedrechseltes umlaufendes Geländer nebst Antrittspfosten, drei Wohnungstürabschlüsse, Stuckdecke bzw. Rahmung, Zimmertüren.
Ortsgeschichtlich bedeutend ist das Wohn- und Geschäftshaus als Beispiel für das um die Jahrhundertwende einsetzende zügige Wachstum des entstehenden Kölner Vorortes. Die in dieser Zeit des industriellen Aufschwungs rasch zusammenwachsenden Dörfer Thurn, Strunden, Hagedorn und Dellbrück wurden 1905 zusammengelegt und 1914 als Ortsteil Dellbrück nach Köln eingemeindet. Die Dellbrücker Hauptstraße entstand durch den Ausbau eines ursprünglichen Flurweges, der die umliegenden Dörfer miteinander verband. Ihr Verlauf wurde zu beiden Seiten der Bergisch Gladbacher Straße nach dem Vorbild klassizistischer Stadtplanung geradlinig angelegt und ausgehend vom Dellbrücker Bahnhof und einer Poststation in dichtere Abfolge mit typisch vorstädtischen Wohn- und Geschäftshäusern bebaut, deren 2- 3 geschossigen Fassaden mit mehr oder weniger sparsamen Stuckdekor gestaltet wurden.
Städtebaulich wichtig ist das Objekt als Bestandteil einer Reihe von historischen, gut erhaltenen Häusern der Straßenzeile, die Stil, Charakter und Proportion der Architektur des Ortskernes gut ablesbar macht.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0