Wohnhaus
Eythstraße 85 · Kalk
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4330 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Eythstraße 85, 51103 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 02.11.1987 |
| Stadtteil | Kalk |
Das Mietwohnhaus wurde um 1905 errichtet. Bauhistorisch bemerkenswert ist das viergeschossige, vierachsige satteldachgedeckte Traufenhaus mit zweiachsigem, mit Konsolen versehenen mittig aufgelegten und Erker und seitlichen Fenstern (ab 2. Geschoß) wegen seiner schlicht, aber wirkungsvoll dekorierten Fassade. Unterschiedliche, rechtwinklige Fensterrahmung mit Fenstersohlbänken und Gesimsen, ornamentiertem Fensterbrüstungsfeld mit eingerahmtem Wappen, Mauerwerkanker sowie arkadenbogige Fensterbekrönungen gliedern und beleben die Fassade. Sie verdeutlicht als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes. Die Fenster sind teilweise noch in alter Sprossenrahmung mit Schnitzwerk erhalten. Im Innern des Gebäudes ist an originalen Ausstattungsteilen noch vorhanden: ein inkrustierter Terrazzoboden mit breiter Mosaikkante im Hausflur und Treppenpodesten, eine Terrazzotreppe, teilweise noch Wohnungstürabschlüsse mit Glasfenstereinsatz, Toilettentüren sowie eine Kellertür.
Ortsgeschichtlich aussagefähig ist das Mietwohnhaus als Zeugnis des raschen Wachstums der von 1881 - 1910 selbständigen Stadt Kalk. Für die Beschäftigten der in der Gründerzeit stark expandierenden Kalker Industriebetriebe bestand größter Wohnraumbedarf, der durch die schnelle und großzügige Bebauung zahlreicher Straßen um die Kalker Hauptstraße herum mit großstädtisch wirkenden, oft anspruchsvoll dekorierten Miethäusern gedeckt werden sollte.
Städtebaulich bedeutend ist das Objekt als Bestandteil eines in vielen Teilen der Eythstraße noch lückenlos erhaltenen Straßenensembles. Mit dem Gebäude Nr. 87 bildet es ein Denkmalensemble, das im Vergleich zu angrenzenden neueren Bauten der Umgebung das geschichtliche und baugestalterische Zusammenwachsen der großstädtischen Struktur ablesbar und erlebbar macht.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0