Portal
Wolfsstraße 13 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4442 |
|---|---|
| Typ | Kleindenkmal |
| Bezeichnung | Portal |
| Adresse | Wolfsstraße 13, 50667 Köln |
| Baujahr | 1878 bis 1888, 1950 |
| Architekt / Planung | Colombo sen. |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 08.02.1988 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Die Eingangszone (das Portal) des um 1883 errichteten Wohnhauses wurde um 1950 neu aufgebaut. Baugeschichtlich deutet der Rest des von dem Arch. Colombo sen. vorgeschlagenen Repräsentationsobjekt auf die ehemaligen Prachtbauten der Straße hin. Aus der, für die heutigen Verhältnisse ungewöhnlichen Höhe und senkrechten Ausrichtung des Portals, sind die ehemaligen Proportionen, die Gliederung und auch die stilistische Ausrichtung des Ganzen deutlich abzulesen. Das in Sandstein an einem Basaltsockel liegende und mit Rustikastein seitlich gerahmte Portal ist in seiner vertikalen Betonung dem herrschenden Spätklassizismus verpflichtet. Die als Schlußstein und beidseitig an Profilen unten und oben, unter dem Gesimsabschluß angelegten eleganten Rosettenmotive verraten dabei die Inspiration in der italienischen und der wahrscheinlich aus Aachen kommenden französischen Spätrenaissance.
Drei innere, rein geometrische Kieszeichnungen an beiden Seiten und über dem Eingang bilden zu dem naturalistischen Schmuck einen stilistisch zwar kontrastierenden, aber doch auch ergänzenden Zugang. Die stark gekröpfte Abschlußrahmung ist am rechten Rande teilweise beschädigt, die angedeutete schon Metaphorenwirkung im Hinblick auf den ehemaligen ganzen Baukörper ist aber trotzdem unvermindert erhalten geblieben.
Ortsgeschichtlich bewahrt das Portal schon ganz vereinzelt die Erinnerung an das ehemals zum lebendigsten zählende herrschaftliche Wohn-, Gewerbe- und Freizeitviertel. Die seit dem 12. Jahrhundert als "vicus lupi" und "wolvisgasse" bekannte Wolfsstraße bewahrte ihren Ruf auch nach der ersten neuzeitlichen Stadtsanierung um 1839. In großzügig bebauten 300 Quadratmetern der neuen Umbauten siedelte hier das "Conservatorium der Musik", später dann als Rheinische Musikschule bekannt. Von den Kriegsschäden blieb 1945 kein Bau der Straße unberührt. Bei dem folgenden Wiederaufbau war am Haus Nr. 13 nur die in den Trümmern gefundene Eingangszone zusammengestellt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0