Wohnhaus

Trimbornstraße 17 · Kalk

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4597
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Trimbornstraße 17, 51105 Köln
Baujahrum 1899
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 11.05.1988
Stadtteil Kalk

Das laut Bauplan von Bauherrn Heinrich Klemp und dem Bauunternehmer Johann Linz errichtete Wohnhaus zeigt wie das um die gleiche Zeit (1899/1900) errichtete Nachbargebäude Nr. 15 eine dreiachsige Fassade von 4 Geschossen, die stilistisch dem ausgehenden Historismus zuzurechnen ist. Über dem rustizierten Erdgeschoß sind die gleichmäßig gereihten Fenster in der Putzfassade mit Stuckgliederungen des Neoklassizismus überfangen, im 1. Obergeschoß konsolgestützte Dreiecksgiebel, im 2. Obergeschoß profiliertes horizontales Gebälk, im 3. Obergeschoß schließlich durch das Hauptgesims, das die mit Schlußsteinen gerahmten Fenster gegen die Traufe abgrenzt. Auch hier wurden - wie in fast allen Fassaden dieser Straße - die einzelnen Geschosse durch horizontale Sohlbankgesimse unterteilt. Die Haustüre ist original, die Fenster wurden erneuert.

Im Innern zeigt der Hausflur teilweise noch die originale Gestaltung mit ornamentiertem Terrazzofußboden und originaler Holztreppe mit Antrittspfosten. Die Abschluß- und Zimmertüren blieben teilweise erhalten.

Der Industrievorort Kalk entwickelte sich explosionsartig in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts von einer Ansammlung von 3 Höfen mit Wallfahrtskapelle zu einer dichtbesiedelten Arbeiterstadt mit zahlreichen Fabriken. Von diesen sind als bedeutendste noch heute die Chemischen Werke Kalk und Klökkner Humboldt-Deutz (früher Fa. Liesegang) tätig.

Außerhalb des alten Befestigungsrayons von Deutz entstanden die Straßen teilweise im Ausbau der alten Flurwege, teilweise wie die Trimborn-, Robert- und Johann-Mayer-Straße als neue Trassierung auf den Feldern der Bauern, hier der Erben Trimborn, die auch den Ausbau der Straßen und die Errichtung des Postgebäudes finanzierten. Das o. g. Gebäude ist Zeugnis dieser Phase und spiegelt die stilistischen Prinzipien des Historismus wider.

Städtebaulich ist das Objekt Teil des noch überaus vollständig erhaltenen Straßenraumes und der Erstbebauung der Trimbornstraße für den es maßstabbildend ist. Es bildet mit den gleichzeitig erbauten Nachbarhäusern Trimbornstr. 3 - 36 ein städtebauliches Ensemble.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0