Wohn- u. Geschäftshaus

Dellbrücker Hauptstraße 133 · Dellbrück

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4620
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Dellbrücker Hauptstraße 133, 51069 Köln
Baujahr1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 24.05.1988
Stadtteil Dellbrück

Das Gebäude wurde 1905 errichtet. Baugeschichtlich aussagefähig ist das 3-geschossige Traufenhaus von 3 Achsen mit abgeschrägtem, 4-gliedrigem Fensterband versehenen Erker und einem Giebelgeschoß mit rosettenbekrönten Ziergiebeln als Beispiel einer Bauweise mit Dekorelementen des Jugendstils sowie als kleinstädtische Variante des sogenannten Kölner Dreifensterhauses.

Die Fassade wird gegliedert durch Stockwerkgesims, Sohlbankgesimse und ein breites, profiliertes Konsoltraufgesims. Die geraden, gerahmten Fensteröffnungen sind im 3. OG mit Keilstein, im 2. OG mit Bekrönungs- und Brüstungsdekor ausgestattet. Trotz der Veränderung des EG's und einiger Dekordetails verdeutlicht die Fassade als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes. Im Innern des Hauses sind an originalen Ausstattungsteilen noch eine Steintreppe und ein schmiedeeisernes Geländer mit Holzhandlauf erhalten.

Ortsgeschichtlich bedeutend ist das Wohn- und Geschäftshaus als Beispiel für das um die Jahrhundertwende einsetzende zügige Wachstum des entstehenden Kölner Vorortes.

Die in dieser Zeit des individuellen Aufschwungs rasch zusammenwachsenden Dörfer Thrun, Strunden, Hagedorn und Dellbrück wurden 1905 zusammengelegt und 191 als Ortsteil Dellbrück nach Köln eingemeindet.

Die Dellbrücker Hauptstraße entstand durch den Ausbau eines ursprünglichen Flurweges, der die umliegenden Dörfer miteinander verband. Ihr Verlauf wurde zu beiden Seiten der Bergisch-Gladbacher-Straße nach dem Vorbild klassizistischer Stadtplanung geradlinig angelegt und ausgehend vom Dellbrükker Bahnhof und einer Poststation in dichter Abfolge mit typisch vorstädtischen Wohn- und Geschäftshäusern bebaut, deren 2 - 3-geschossigen Fassaden mit mehr oder weniger sparsamem Stuckdekor gestaltet wurden.

Städtebaulich wichtig ist das Objekt als Bestandteil einer Reihe von historischen, gut erhaltenen Häusern der Straßenzeile, die Stil, Charakter und Proportion der Architektur des Ortskernes gut ablesbar macht.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0