Wohn- u. Geschäftshaus
Antoniastraße 5 · Kalk
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4673 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Antoniastraße 5, 51105 Köln |
| Baujahr | 1901 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 05.07.1988 |
| Stadtteil | Kalk |
Das Eckgebäude zur Trimbornstraße ist inschriftlich auf das Jahr 1901 datiert und besitzt zu beiden Seiten 3 Achsen (zur Trimbornstraße 1 Achse zugestellt). Die Ecke wird durch einen schrägliegenden, über das 1. und 2. Obergeschoß reichenden Erker betont, dessen Ornamentik teilweise der Gotik entliehen ist, (leichte Beschädigungen). Die vor allem zur Trimbornstraße recht unterschiedlich gestalteten Fensteröffnungen, die hier eine senkrechte Gliederung nicht zulassen, nehmen Renaissancemotive auf. Die Fassade zur Antoniastraße wurde offensichtlich nach Zerstörung vereinfacht wieder aufgebaut. Die wenig plastische Stuckierung zur Trimbornstraße wurde vor allem im 1. Obergeschoß reicher appliziert und das Geschoßgesims spielerisch um ein Medaillon geführt, während das als Laden ausgebaute Erdgeschoß wohl später geändert worden ist (schlichte Rosetten in Korbbögen). Die Fenster und Haustüre wurden erneuert.
Der Industrievorort Kalk entwickelte sich explosionsartig in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts von einer Ansammlung von 3 Höfen mit Wallfahrtskapelle zu einer dichtbesiedelten Arbeiterstadt mit zahlreichen Fabriken. Von diesen sind als bedeutendste noch heute die Chemischen Werke Kalk und Klökkner Humboldt Deutz (früher Firma Liesegang) tätig.
Außerhalb des Befestigungsrayons von Deutz entstanden die Straßen teilweise im Ausbau der alten Flurwege, teilweise, wie die Trimborn-, Robert- und Antoniastraße als neue Trassierung auf den Feldern der Bauern, hier der Erben Trimborn, die auch den Ausbau der Straßen und die Errichtung des Postgebäudes finanzierten. Das o. g. Gebäude ist Zeugnis dieser Phase und spiegelt die stilistischen Prinzipien des Historismus wider.
Städtebaulich ist das Objekt Teil des originalen Straßenraumes der Antoniastraße für deren Erstbebauung es maßstabbildend ist. Mit dem gleichzeitig erbauten Nachbarhaus Nr. 5 stellt es im Zusammenhang mit der Johann-Mayer- und der Trimbornstraße ein städtebauliches Ensemble dar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0