Wohnhaus
Trimbornstraße 3 · Kalk
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2109 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Trimbornstraße 3, 51105 Köln |
| Baujahr | 1900 bis 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 01.02.1984 |
| Stadtteil | Kalk |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Kalk, da es den sprunghaften Ausbau dieses industriellen Vororts nach der Jahrhundertwende dokumentiert. Nach der Ansiedlung von großen Industriebetrieben außerhalb der Rayongrenze in der Mitte des 19. Jahrhunderts (1856 die Maschinenfabrik von Sievens & Co., 1858 die Chemische Fabrik von Grüneberg & Vorster, 1859 die Bierbrauerei Sünner, 1872 die Kalker Werkzeugmaschinenfabrik Breuer, Schumacher u. Co.) entwickelte sich Kalk zu einer selbständigen Stadt (1877). Dieser wirtschaftliche Aufschwung führte zu einer immer intensiveren Bebauung des bisher freien Geländes in der Nähe der Industrieanlagen und entlang der Kalker Hauptstraße, vor allem mit Wohnhäusern für Arbeiter und Angestellte der umliegenden Industrie.
Das viergeschossige Haus wurde um 1900 bis 1905 errichtet. Es zeigt eine vierachsige Fassade mit reicher Stuckgliederung in Stilelementen der Renaissance. Durch Bänderung der beiden unteren Geschosse (Erd- und erstes Obergeschoß) und Betonung der Hausmitte (die beiden mittleren Achsen des ersten Obergeschosses sind übergiebelt) wirkt das Reihenhaus kompakt und selbständig.
Im Hausinneren sind erhaltenswürdig: Fußbodenfliesen, Dekkenstuck und Zierbogen im Hausflur, Holztreppe und breite, verglaste Wohnungstüren mit Oberlicht im Treppenhaus, Deckenstuck, originale Zimmertüren und Grundrißstruktur der Wohnräume.
Mit den Häusern Nr. 1, 5, 9, 11, 15, 17 und 21 bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble mit Korrespondenz in Maß, Proportionen und Stil, das die ganze Front der Trimbornstraße prägt und ihr ursprüngliches Erscheinungsbild dokumentiert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0