Wohnhaus
Johann-Mayer-Straße 16 · Kalk
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4674 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Johann-Mayer-Straße 16, 51105 Köln |
| Baujahr | 1897 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 05.07.1988 |
| Stadtteil | Kalk |
Das laut Adreßbuch 1897 errichtete Wohn- und Geschäftshaus weist die für Kalk in diesem Bereich typischen 4 Geschosse und 4 Achsen auf. Die architektonisch sehr ausgewogen durchkomponierte gelbe Klinkerfasade mit Stuckgliederungen verwendet sparsame klassische aber auch gotische Formen, wobei vor allem die Betonung der Horizontalen durch Stockwerkgesimse, Fensterverdachungen und Brüstungsgesimse auffällt. Die Stuckquaderungen des Erdgeschosses wurden entfernt. Florale Ausschmückung in den Brüstungsfeldern.
Im Innern sind im Hausflur noch die originalen Fußbodenfliesen vorhanden, auch die Holztreppe und die Zimmertüren stammen aus der Erbauungszeit.
Der Industrievorort Kalk entwickelte sich explosionsartig in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts von einer Ansammlung von 3 Höfen mit Wallfahrtskapelle zu einer dichtbesiedelten Arbeiterstadt mit zahlreichen Fabriken. Von diesen sind als bedeutendste noch heute die Chemischen Werke Kalk und Klökkner Humboldt Deutz (früher Firma Liesegang) tätig. Außerhalb des alten Befestigungsrayons von Deutz entstanden die Straßen teilweise im Ausbau der alten Flurwege, teilweise aber, wie die Trimborn-, Robert- und Johann-Mayer-Straße als neue Trassierung auf Feldern der Erben Trimborn, die auch den Ausbau der Straßen und die Einrichtung des Postgebäudes förderten. Das o. g. Gebäude ist Zeugnis dieser Phase und spiegelt die stilistischen und eklektizistischen Prinzipien des Historismus wider.
Städtebaulich ist das Objekt Teil des noch überaus vollständig erhaltenen Straßenraumes der Johann-Mayer-Straße und bildet mit den gleichzeitig erbauten Häusern Nr. 16 - 14 ein städtebauliches Ensemble.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0