Wohnhaus
Titusstraße 22 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4721 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Titusstraße 22, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1912 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 28.10.1988 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Erbaut um 1912, 5 Geschosse, 3 Achsen, seitlicher 3-geschossiger Erker mit Balkonaufbau, (leicht verändert) Zwerchdachgiebel und Dachgaube, Reduktion der Bauzier (Bauströmung des Deutschen Werkbundes), horizontale und vertikale Gliederungen, Portalbetonung, Werksteinsockel, Quaderputz im Erdgeschoß, originale Haustür, Kellergitter und Fenster mit kleinteiligen Oberlichtsprossen; (außer 1. OG und 2 im 2. OG) originale Innenausstattung mit Differenzstufen aus Mamor, Marmorfußbodenfliesen, hoher gefliester Wandsokkel, Terrazzokellertreppe mit schmiedeeisernem Geländer und Holzhandlauf, Korbbogen mit gitterversehenem Durchbruch, Wandstuck, Terrazzotreppe mit gedrechseltem umlaufenden Geländer, Wohnungstürabschlüsse mit gerader und geschweifter Sprossengliederung sowie breiter kassettierter Rahmung, Flurfenster (Metall), in den Wohnungen Stuckdecken und Zimmertüren; verputzte Rückfront mit Erker und Seitenhaus auf L-förmigem Grundriß.
Das Gebäude Titusstr. 22 belebt die nach dem von J. Stübben und K. Henrici 1881 erstellten Erweiterungsplan in mehreren Phasen erfolgte Erstbebauung des ehemaligen Rayongeländes (s. a. Denkmälerverzeichnis, Neustadt). Die am Römerpark gelgene Titusstraße liegt in einem für das aufstrebende Bürgertum der damaligen Zeit charakteristischen Stadtbereich. In seiner auf Dekorreduzierung ausgerichteten, asymmetrisch konzipierten Fassadengestaltung dokumentiert das Gebäude eine Absage an die herkömmliche Bautradition im Sinne des Deutschen Werkbundes. Mit seinen noch originalen Architekturdetails wie Haustür, schmiedeeiserne Gitter, Fenster in kleinteiliger Sprossengliederung sowie dem Dachbereich, aber auch der gut erhaltenen Innenausstattung ist das Objekt als eine ästhetisch einheitlich konzipierte Erscheinung zu sehen.
In Zusammenhang mit den Gebäuden Nr. 20 und 24 bildet es den mittleren, unverzichtbaren Bestandteil eines Denkmalensembles, das in seiner Gliederung, Höhe und Bauzier eine architektonische Einheit bildet.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0