Wohn- u. Geschäftshaus

Neusser Straße 87 · Neustadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4765
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Neusser Straße 87, 50670 Köln
Baujahrum 1903
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 09.12.1988
Stadtteil Neustadt/Nord

Um 1903 erbaut, Eckhaus zum Krefelder Wall, 4 Geschosse und ein später aufgesetztes Dachgeschoß, 5 Achsen zur Neusser Straße, 7 Achsen zum Krefelder Wall, abgeschrägte Ecke mit Erker (1. und 2. Obergeschoß), Backsteinfassade mit Stuckgliederungen im Neorenaissance-Stil, Erdgeschoß zum Teil verändert (bis in Höhe der Fensterbrüstungen gefliest), Fenster erneuert.

Rückwärtige Fassade: Backstein; Innenhof zum Teil eingeschossig, zugebaut; Inneres: Terrazzotreppenhaus mit originalem Geländer, Absätze mit Terrazzo und Mosaik, Wandfliesen, Wand- und Deckenstuck, Wohneingangstüren (ab 1. Obergeschoß erneuert), Wohnung 1. Obergeschoß mit Stuckdecken (teilweise abgehängt).

Das Wohn- und Geschäftshaus Neusser Str. 87 gehört als unverzichtbarer Bestandteil zur Kölner Neustadt. Die von Josef Stübben geplante Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung Deutschlands. Das Viertel um die Agneskirche ragt durch seine städtebaulich besonders repräsentative Bebauung innerhalb der Neustadt heraus. Die Straßen laufen sternförmig auf die Agneskirche zu und enden in besonders markanten Eckhäusern, für die das o. g. Objekt ein besonders herausragendes Beispiel ist. Es erscheint als profanes Pendant zur Agneskirche und zugleich als Abschluß der einseitig geschlossen erhaltenen ursprünglichen Bebauung am Krefelder Wall. Die Häuser Krefelder Wall (Nr. 54 - 58) übernehmen Maßstab und Gliederung des Eckhauses, von dem sie sich jedoch in den Detailformen absetzen. Für den aus Nippes kommenden war es der imposante Beginn der geschlossenen Bebauung Kölns. Der Backstein mit den als Werkstein gestalteten Stuckgliederungen verleiht dem Gebäude eine kräftige Farbigkeit und einen wahrhaft erscheinenden Charakter, der an die preußischen Befestigungsanlagen erinnert. Die Detailformen sind dabei der Entstehungszeit entsprechend der Renaissancearchitektur entlehnt. Das Material, Backstein mit Stuckgliederung, verweist auf Vorbilder in den Niederlanden und in Flandern.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0