Siedlung "Göttersiedlung"

Wodanstraße 44 · Rath/Heumar

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_5531
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungSiedlung "Göttersiedlung"
Adresse Wodanstraße 44, 51107 Köln
Baujahrum 1928
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 13.03.1990
Stadtteil Rath/Heumar

Um 1928 erbaut. Teil eines 2geschossigen Doppelhauses innerhalb der "Göttersiedlung"; 2 Achsen, Eckloggia, Walmdach mit Gaupen (ausgebautes Dachgeschoß), Putzfassade. Haustür und Fenster mit Schlagläden original. Im Innern original erhalten: Holzfußböden, Holztreppe, Zimmertüren, Wand- und Fußbodenfliesen in Küche (EG) und Bad (1. OG). Rückseite: Putzfassade, Terrassentür und Fenster original, Wohnzimmerfenster vergrößert.

Das Haus Wodanstr. 44 ist integraler Bestandteil des Ensembles "Göttersiedlung", die zwischen 1920-1938/39 für Angestellte und Beamte nach einheitlichem städtebaulichem Plan errichtet wurde. Gegenüber gleichzeitigen Siedlungen handelt es sich jedoch um in Privatinitiative errichtete Wohnhäuser, die sich einem gemeinsamen Gesamtkonzept unterworfen haben. Die Göttersiedlung dokumentiert die Entwicklung des Dorfes Rath zum Wohnvorort nach der Eingemeindung im Jahre 1914. Sie spiegelt gleichzeitig die städtische Siedlungspolitik wider, die infolge der Aufgliederung der Stadt in Funktionsbereiche zunehmend die Verlagerung der Wohnbereiche aus der Kölner Innenstadt in die Außenbezirke betrieb. Als Ergebnis dieser Maßnahme entstand die im Einfluß der Gartenstadtbewegung stehende Wohnsiedlung mit Anbindung an die dörfliche Grundstruktur des alten Rath und architektonischem Bezug zur topographischen Lage am Rand des Bergischen Landes. Die Bebauung im weitgehend rechtwinklig angelegten Straßensystem besteht aus eineinhalb bis zweigeschossigen Einfamilienhäusern in Form von unterschiedlich geprägten Doppel- und Einzelhäusern mit großen Gärten. Das Haus Wodanstr. 44 ist Teil eines Haustyps mit vorkragendem Dach, der entgegen den anderen eher barocken und bergischen Haustypen schlichtere neuere Formen mit Anklängen an den Expressionismus aufweist. Dennoch treten an ihm auch die für diese Siedlung typischen Gestaltungsmerkmale des Heimatstils städtischer Prägung auf: Schrägdach mit Dachaufbauten und Sprossenfenster mit Schlagläden. Durch sein unverändertes Erscheinungsbild trägt das o. g. Objekt zur Veranschaulichung der städtebaulichen Einheit der "Göttersiedlung" bei. Sein Erhalt ist daher unverzichtbar.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0