Wohn- u. Geschäftshaus

Aachener Straße 25 · Neustadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6030
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Aachener Straße 25, 50674 Köln
Baujahrum 1890
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 02.05.1991
Stadtteil Neustadt/Süd

Erbaut um 1890; 5 Geschosse, zurückgesetztes Dachgeschoß mit davor liegender Dachterrasse (Dachgeschoß und 4. Obergeschoß später aufgesetzt), 3 Achsen, Backsteinfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an die Renaissance, EG verändert, Fenster sowie Eingangsbereich mit den Türen verändert (Hauseingang nach innen verlegt). Rückseite und seitlicher Anbau verputzt und mit neueren Feuerleitern, Fenster weitgehend verändert. Im Innern original erhalten: im Flur Terrazzoboden mit Mosaikeinlagen. Nicht Bestandteil des Denkmals ist der 1geschossige rückwärtige Anbau mit Flachdach.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend legt sie sich halbkreisförmig, mit der Ringstraße als Kernstück, um die Altstadt. Im Zuge ihrer Anlage ab 1881 entstand westlich der Ringe zwischen Gladbacher- und Zülpicher Straße das sogenannte "Westend", ein gutbürgerliches Wohnviertel mit vornehmen Mietshäusern von meist reicher Fassadengestaltung. Die Aachener Straße, schon vor der Stadterweiterung alte Ausfallstraße nach Westen, wurde als lindenbestandene Alleestraße angelegt und im wesentlichen um 1885-1895 bebaut. Das Haus Nr. 25 ist integraler Bestandteil der in diesem Abschnitt der Aachener Straße, zwischen Händel- und Brüsseler Straße, weitgehend geschlossen erhaltenen Häuserzeile. Dabei hebt es sich besonders durch seine mit Stuckelementen im Stil der Neurenaissance reich gegliederte Backsteinfassade hervor. Das Gebäude, das das für Köln typische Dreifensterhaus variiert, veranschaulicht trotz einiger Veränderungen noch heute das ursprüngliche Erscheinungsbild der Aachener Straße und wird somit, auch im Hinblick hierauf, zum unverzichtbaren Dokument der Architektur der Gründerzeit.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0