Wohnhaus
Chamissostraße 17 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6033 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Chamissostraße 17, 50825 Köln |
| Baujahr | um 1903 bis 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 02.05.1991 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Um 1903-1905 erbaut, Architekt Rudolf Brovot; Teil einer beinahe symmetrisch angelegten Häuserzeile. 2 bis 3 Geschosse, 2 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit Giebelhaus in der linken Achse. Putzfassade mit Backstein- und sparsamen Stuckgliederungen in Anklängen an den Jugendstil; Sockel in Backstein. Fenster und Haustür verändert.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der Stadtteil Neuehrenfeld wurde ab der Jahrhundertwende als eine Art Stadterweiterung von Ehrenfeld aus erschlossen. Bereits ab 1903 wurde im Auftrag der "Ehrenfelder Arbeiterwohnungsgenossenschaft" (heute:"Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Ehrenfeld GmbH") im Bereich Chamisso-, Nußbaumer-, Landmann- und Eichendorffstraße der erste genossenschaftliche Wohnblock errichtet. Der Baublock bildete hinsichtlich der Sozialstruktur eine Ausnahme in diesem von Franz Zilkens bebauten und vorwiegend an wohlhabendere Kreise veräußerten Bereich Neuehrenfelds. Nach Plänen des von Zilkens bevorzugten Architekten Rudolf Brovot entstanden hier vorbildliche Arbeiterwohnhäuser. Das o. g. Gebäude ist ein wichtiger integraler Bestandteil der weitgehend geschlossen erhaltenen und heute in Privathand befindlichen Häuserzeile an der Chamissostraße, die sich als beinahe symmetrische, abwechslungsreich gestaltete Hauskomposition im sog. "Heimatstil" präsentiert. In seiner Fassadengliederung orientiert es sich außerdem an dem Haus Nr. 13.
Es wird somit zu einem unverzichtbaren Dokument für den frühen genossenschaftlichen Wohnungsbau in Köln, der hier im Lauf der Jahrzehnte das städtebauliche und architektonische Erscheinungsbild eines gesamten Vororts prägte.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0