Wohnhaus

Chamissostraße 21 · Neuehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_0785
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Chamissostraße 21, 50825 Köln
Baujahr1905 bis 1910
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 08.10.1981
Stadtteil Neuehrenfeld

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Neuehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Dieser Stadtteil wurde von Ehrenfeld aus, das 1879 die Stadtrechte erhielt, gegründet, wobei es vom Norden her (Landmannstraße, Lenauplatz) und vom Süden her (Ottostraße, Eichendorffstraße) erschlossen wurde. Backsteinkirchen in neugotischem Stil, St. Anna in der Ottostraße, St. Peter am Simarplatz, bildeten Beziehungspunkte der Wohnbesiedlung. Der Norden (Takuplatz) wurde von Genossenschaften (z.B. Ehrenfelder Wohnungsgesellschaft) besiedelt. Die Chamissostraße ist eine fast vollständig erhaltene Wohnstraße im Ensemblebereich Neuehrenfelds.

Das zweieinhalbgeschossige Wohnhaus aus der Zeit um 1905/1910 besitzt eine zweiachsige Stuckfassade, die eine sehr sparsame, rustizierende Ornamentik aufweist. Das Haus ist ein Gegenstück zur Nr. 19 und steht auf der Seite der fast völlig original erhaltenen Chamissostraße, die ohne Vorgärten direkt an die Straße reicht. Die Bebauung beider Straßenseiten verrät eine übergeordnete, städtebauliche Gesamtkonzeption des Straßenzugs, der nicht nur die Begrenzungslinien des Straßenraums differenzierend festlegte, sondern auch die Abfolge der Häuser bzw. Hausformen bestimmte. So sind deutlich Anfangs- und Endbauten der Chamissostraße fixiert, aber auch je Straßenseite ein dominierender Mittelbau. Dieser Grundstruktur sind alle anderen Bauten - bei aller Individualität der Einzelausführung - zugeordnet.

Haus Nr. 21 steht in Korrespondenz mit den Häusern Nr. 19 und 17, während Nr. 15 als die herausragende Mitte des Straßenzugs anzusehen ist. Das o.g. Gebäude besitzt die originalen Fenster und die originale Haustüre. Im Inneren blieben Holztreppe mit Holzgeländer sowie einige Obergeschoßtüren erhalten. Städtebaulich und kunstgeschichtlich ist das Objekt unverzichtbar und für Köln von erheblicher Bedeutung, da sich hier ein unvergleichliches Straßenensemble des späten Historismus erhalten hat.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0