Wohn- u. Geschäftshaus
Sudermanstraße 8 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6169 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Sudermanstraße 8, 50670 Köln |
| Baujahr | um 1904 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 22.08.1991 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut um 1904, 5 Geschosse, 2 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit neuerer breiter Gaube, Tordurchfahrt und fassadenhoher Erker auf trapezförmigem Grundriß in der rechten Achse, Putzfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an Renaissance und Jugendstil (in der Sockelzone verändert), Fenster weitgehend original, Eingangstür teilweise original, Tor zur Durchfahrt verändert. Rückseite und seitlicher Anbau verputzt, Loggien mit orig. schmiedeeisernem Brüstungsgitter, Fenster und Loggientüren weitgehend original. Im Innern original erhalten: im Flur Terrazzotreppe mit schmiedeeisernem Geländer und Holzhandlauf, Zwischenpodeste mit Mosaikeinlagen, Fensterbänke in dunklem Marmor, teilweise Wohnungseingangstüren (mit Oberlichten), weitgehend Deckenstuck; in den Wohnungen weitgehend Zimmertüren mit Laibungen, weitgehend Deckenstuck, 2 Kachelöfen (2. OG), teilweise farbiger Fliesenboden sowie Wandfliesen (Küchen u. Bäder). Nicht Bestandteil des Denkmals ist die erdgeschossige Hinterhofüberbauung mit Flachdach.
Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend legt sie sich, mit der Ringstraße als Kernstück, halbkreisförmig um die Altstadt. Im Zuge ihrer Anlage ab 1881 wurde die Sudermanstraße als Diagonalverbindung zum Krefelder Tor angelegt. Als Allee stellt sie gleichzeitig die Grünverbindung zwischen Ebert- und Sudermanplatz her, zwei ebenfalls begrünten Stadtplätzen. Das Haus Nr.8 wurde um 1904, während der Hauptbebauungsphase der Sudermanstraße, errichtet. Es ist integraler Bestandteil eines zusammen mit seinen etwas früher entstandenen Nachbarhäusern Nr. 10 u. Nr. 12 gebildeten Ensembles. Dabei hebt sich das o. g. Gebäude durch seine Fassadengestaltung, die neben Elementen der Renaissance auch die des Jugendstils aufgreift, besonders hervor. Die Ornamentik erscheint, besonders im Vergleich zum Nachbargebäude Nr. 10, bereits etwas zurückhaltender und klarer strukturiert. Insgesamt wird die Fassade vom Erker auf trapezförmigem Grundriß dominiert, der hier einen vertikalen Akzent setzt. Im Ensemble mit den beiden Nachbarhäusern veranschaulicht das o. g. Objekt als einziges an der Sudermanstraße das Erscheinungsbild zur Zeit der Anlage der Straße und wird somit zum unverzichtbaren Dokument, auch im Hinblick auf die Architekturentwicklung in Köln zu Beginn des Jahrhunderts.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0