Wohnhaus
Klarastraße 26 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6178 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Klarastraße 26, 50823 Köln |
| Baujahr | um 1872 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 26.08.1991 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Um 1872 erbaut. 2 Geschosse, 2 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß (verändert). Spätklassizistische Putzfassade mit sparsamen Stuckgliederungen. Fenster und Haustür neueren Datums. Rückseite und seitlicher Anbau verputzt; Fenster neueren Datums.
Keller mit gemauerten Kappendecken und Backsteinboden.
Das Innere des Gebäudes wurde ca. 1950 komplett verändert und ist somit nicht Bestandteil des Denkmals.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der Vorort Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Bereits zu Beginn der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts erhielt Ehrenfeld seinen Ortsmittelpunkt mit der neugotischen Kirche St. Josef, die auch heute noch das Bild der Venloer Straße prägt. In geringem Abstand links und rechts vom Kirchenbau wurden etwa gleichzeitig die Wahlen- und parallel dazu die Klarastraße erschlossen. Die Klarastraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, ist benannt nach der Ehefrau Christian Schults, des Ehrenfelder Bürgermeisters. In dem ehemals geschlossen bebauten Straßenzug gehört das o. g. Objekt zu den wenigen qualitätvollen Zeugnissen der historischen Bebauung. Gemeinsam mit dem Pfarramt der Josefskirche (Nr. 15-19) repräsentiert es die frühe Erschließungsphase: zweigeschossig und mit sparsamer Stuckdekoration, die der Fassade ihren ganz eigenen Charakter verleiht. Als Beispiel für die Ehrenfelder Wohnbebauung und ihre stadtteilspezifische Ausprägung wird das o. g. Gebäude somit zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0