Wohnhaus
Gyrhofstraße 26 · Lindenthal
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6204 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Gyrhofstraße 26, 50931 Köln |
| Baujahr | um 1929 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 06.09.1991 |
| Stadtteil | Lindenthal |
Erbaut um 1929 im Stil des Expressionismus linker Teil der Dreihäusergruppe Gyrhofstraße Nr. 22-26 (ursprünglich spiegelgleich aufgebaute Vierhäusergruppe), 2 Geschosse und ausgebautes Dachgeschoß mit Gauben (Dachgeschoß nach Kriegszerstörung wiederaufgebaut), Backsteinfassade, eingeschossiger Vorbau mit Portikus und Balkon (orig. Geländer), Eingangstreppe, breites profiliertes Traufgesims, Satteldach; Fenster und Fenstergitter z. T. original, Haustür verändert.
Rückfront mit Terrasse: später verputzt.
Bestandteil des Denkmals ist auch der Vorgarten.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Lindenthal wurde 1888 dem stadtkölnischen Gebiet eingemeindet. Der Vorort, der ab 1846 für Wohnbebauung erschlossen wurde, entwickelte sich aufgrund günstiger Bodenpreise und nur vereinzelt vorhandener Industriebetriebe zu einem -neben Marienburg und später Braunsfeld- der bevorzugten Wohngebiete für wohlhabende Kölner Bürger. Das Bild dieses Stadtteils ist äußerst vielseitig und zeigt neben reinen Villengebieten ländliche Bereiche ebenso wie vorstädtische mit einer eher schlichten Bebauung. O. g. Objekt ist integraler Bestandteil der Gyrhofstraße, einer Wohnstraße, die - im Zusammenhang mit dem Neubau der Universtität - erst in den 20er Jahren, größtenteils in Reihenbauweise, bebaut wurde. Da der Vorort durch seine Lage in der Einflugschneise der Bomber im Zweiten Weltkrieg erheblich zerstört worden ist, gehört die Häusergruppe Gyrhofstraße Nr. 22-26 zu den wenigen erhaltenen Bauten, die den ursprünglichen Charakter der historischen Wohnstraße dokumentieren.
Auch als Zeugnis für den Stil des Expressionismus - neben der Verwendung von Bauplastik ist vor allem die plastische Durchformung des Baukörpers und die auf gotische Spitzbögen zurückgehende Fensterform charakteristisch - ist der Bautenkomplex trotz einiger Veränderungen unbedingt erhaltenswert; besonders da es in Köln nur wenige vergleichbare künstlerisch wertvolle Reihenhäuser dieser Stilrichtung gibt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0