Wohnhaus
Geibelstraße 18 · Lindenthal
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6228 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Geibelstraße 18, 50931 Köln |
| Baujahr | 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.10.1991 |
| Stadtteil | Lindenthal |
Erbaut 1895 (inschr. dat.), 3 Geschosse, Sockel- und ausgebautes Dachgeschoß, 3 Achsen, Putzfassade mit Stuckgliederung im Stil der Neurenaissance, betonte Mittelachse mit Hauseingang, Erker (1. OG), Loggia (2. OG) und Giebel, Mansarddach mit 2 übergiebelten Gauben; originale Haustür, Fenster original oder stilentsprechend erneuert. Rückfront: backsteinsichtig; mittiger Erker und Balkon. Im Inneren original erhalten: Marmorboden im Vestibül; Holztreppe mit geschnitztem Antrittspfosten; einige Türen und Beschläge; ornamentierter Terrazzoboden und Wandfliesen im Treppenabgang. Bestandteil des Denkmals ist auch der Vorgarten mit der originalen Grundstückseinfriedung.
Lindenthal wurde 1888 dem stadtkölnischen Gebiet eingemeindet. Der Vorort, der ab 1846 für Wohnbebauung erschlossen wurde, entwickelte sich aufgrund günstiger Bodenpreise und nur vereinzelt vorhandener Industriebetriebe zu einem - neben Marienburg und später Braunsfeld - der bevorzugten Wohngebiete für wohlhabende Kölner Bürger. Vor allem in der Umgebung der Grünanlagen erfolgte eine Wohnbebauung, die ihren Höhepunkt kurz nach der Jahrhundertwende hatte. Das o. g. Objekt ist integraler Bestandteil der Geibelstraße, einer Wohnstraße - ursprünglich mit gehobener Villenbebauung -, die zwischen Gleueler und Dürener Straße verläuft. Da der Vorort durch seine Lage in der Einflugschneise der Bomber im Zweiten Weltkrieg erheblich zerstört ist, gehört das Haus Geibelstr. Nr. 18 - es bildet mit dem ebenfalls in Renaissanceformen gestalteten Nachbarhaus Nr. 20 ein Ensemble - zu den wenigen erhaltenen Bauten, die den ursprünglichen Charakter der historischen Wohnstraße dokumentieren. Auch als Zeugnis eines herrschaftlichen Reihenhauses, wie es sie vor dem Krieg im Bereich der Ringe und vor allem auch in Lindenthal vielfach gab, ist das o. g. Wohnhaus unbedingt erhaltenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0