Wohnhaus
Körnerstraße 16 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6280 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Körnerstraße 16, 50823 Köln |
| Baujahr | 1872 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 31.10.1991 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
1872 erbaut. 3 Geschosse, 3 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß. Spätklassizistische Stuckfassade mit sparsamen Gliederungen. EG verändert; Fenster verändert, Haustür original. Rückseite verputzt; Fenster verändert. Der Anbau wurde nach Kriegsbeschädigung entfernt; der Toilettenanbau ist neueren Datums und gehört somit nicht zum Denkmal. Im Innern original erhalten: das Vestibül abschließender runder Stützbogen mit etwas Stuck; Holztreppe mit Holzgeländer (Stäbe sind neueren Datums). Gewölbekeller mit Backsteinboden.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der Vorort Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Die Körnerstraße (früher Heribertusstraße), an der sich das o. g. Objekt befindet, gehört neben der Simrockstraße zu den ersten planmäßigen Siedlungsansätzen in diesem Vorortbereich. Sie wurde also bereits ab 1845 erschlossen. Der die Venloer- mit der Subbelrather Straße verbindende Straßenzug, dessen ältester erhaltener Bau (Nr. 40) aus den frühen 60er Jahren des 19. Jahrhunderts stammt, erinnert mit seinem Namen an Karl Theodor Körner (1791-1813), den Dichter der Freiheitskriege. Das o. g. Objekt gehört zu den frühen Dokumenten der Erstbebauung. Gemeinsam mit dem weitgehend spiegelgleich gestalteten Nachbarhaus Nr. 14 vertritt es den schlichten, mit spätklassizistischen Gliederungen versehenen Typus des Dreifensterhauses, der in der Altstadt entwickelt wurde und dann ab den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts weite Teile der Vorstadt prägte. Während er beispielsweise in der Rothehausstraße noch häufig anzutreffen ist, dominieren an der Körnerstraße aufwendiger gestaltete Gebäude, die im ausgehenden 19. Jahrhundert die schlichtere Bebauung ablösten und deren Dekorationsformen den Einfluß der Innenstadt veranschaulichen. Das Haus Nr. 16 gehört hier zu den wenigen Beispielen, die noch zum Verständnis der ursprünglichen Ehrenfelder Mietstockwerkarchitektur beitragen können und wird daher auch in dieser Hinsicht zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0