Wohnhaus
Körnerstraße 12 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2693 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Körnerstraße 12, 50823 Köln |
| Baujahr | 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.10.1984 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Ehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Ehrenfeld entstand 1845 durch eine spekulative Initiative von Köln aus als erster linksrheinischer Vorort (unter Mitwirkung von Stadtbaumeister Weyer), da innerhalb der Mauerumwallung Kölns die Bauplätze knapp wurden. Durch industrielle Ansiedlungen gewann der Ort schnell an Bedeutung und besaß kurzzeitig, bis zur Eingliederung nach Köln Ende des 19. Jh., die Stadtrechte. Das Haus ist ein geschichtliches Dokument städtischer Erstbebauung nach der Eingemeindung Ehrenfelds. Die Körnerstraße ist im südlichen Ehrenfeld eine der älteren kleinen Wohn- und Geschäftsstraßen.
Das um 1905 erbaute Mietstockwerksgebäude besitzt eine breite Stuckfassade mit sechs Achsen. Die außermittige Eingangsachse ist in den beiden OGs durch einen Scheinerker betont. Dieser weist ein kräftiges Fenstergesims auf, während der im historisierenden Jugendstil gehaltene Stuck in den Brüstungen eher flach gehalten ist. Ein breites, durchlaufendes Kranzgesims, schließt die Fassade zum Dach hin ab. Die Fenster wurden stilähnlich erneuert, die Haustür ist neu. Ein breites Eingangstor, links deutet auf eine ehemals gewerbliche Nutzung des Hinterhofs, eine für diesen Teil Altehrenfelds, auch der Körnerstraße, häufige bauliche Mischform. Im Innern haben sich nur Reste der Stuckierung am Stützbogen erhalten, da das Gebäude umgebaut wurde. Städtebaulich dokumentiert das o. g. Gebäude innerhalb Ehrenfelds - auch wegen seiner Breite - eine spätere Bebauungsform des Historismus, der mit großzügigeren Wohnungsgrundrissen und dekorativen Fassaden die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Stadt aufzeigt. Zwischen dem früheren dreifenstrigen Typus (Haus Nr. 18) und einem ebenfalls einfacheren Wohnbau mit Ziegelfassade (Haus Nr. 10) ist das dekorative Gebäude für die eher schmale, auf die Marktkapelle ausgerichtete Körnerstraße unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0