Wohnhaus
Auenweg 21 · Rodenkirchen
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6296 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Auenweg 21, 50996 Köln |
| Baujahr | 1931 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 25.11.1991 |
| Stadtteil | Rodenkirchen |
Erbaut 1931 von dem Architekten Heinrich Reinhardt im Stil des "Neuen Bauens", freistehender Bau in kubisch gestaffelter Bauweise, 2-3 Geschosse, Backsteinsockel und Putzfassaden, Hauseingang asymmetrisch versetzt mit auskragender Überdachung und Freitreppe, überkragendes Flachdach; seitlicher Garagenanbau in Backstein; Fenster teilweise verändert, Haustür und Garagentor original erhalten. Bestandteil des Denkmals sind auch die originale Grundstückseinfriedung (mit neueren Gitteraufsätzen) und die Gartenanlage mit Vorgarten, die als wesentliches Merkmal zum Typus der Gesamtanlage gehört.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Im 20. Jahrhundert wurde die Rheinlage von Rodenkirchen für eine vorstädtische Villenbebauung erschlossen. In unmittelbarer Nähe des Rheinufers entstanden bis in die 20er Jahre herrschaftliche Wohnhäuser, erbaut meist von bedeutenden Kölner Architekten. Ab den 30er Jahren bis um 1960 schloß sich der weite südliche Bereich zwischen Ufer- und Haupt- bzw. Weißer Straße mit einer überwiegenden Einfamilienhausbebauung. Im Auenweg, einer parallel zur Uferstras- se verlaufenden Wohnstraße, plante der Architekt Heinrich Reinhardt 1930/31 mehrere freistehende Einfamilienhäuser im Gruppenverband. Die Gestaltung der Bauten sollte einheitlich im modernen Baustil erfolgen. Die in Einzelformen differenziert ausgearbeiteten Einzelhäuser - neben o. g. Objekt ist auch das Nachbarhaus (Nr. 23) erhalten - stehen mit ihrer kubischen Bauweise in der Tradition des Bauhauses, wobei der Architekt mit der partiellen Verarbeitung des Baustoffes Backstein auch auf die lokale Bautradition Bezug nimmt. Der Materialkontrast zwischen dem roten Backsteinmauerwerk und den weißen Putzflächen ist ein wesentliches Kennzeichen der Reinhardt'schen Bauwerke. Hier im Auenweg bilden die beiden Bauten ein Ensemble im Stil des "Neuen Bauens", das - vergleichbar mit der Gruppe funktionalistischer Villen "Im Park/Uferstraße" - in architekturhistorischer und städtebaulicher Hinsicht einen hohen Stellenwert besitzt. Darüber hinaus ist das o. g. Objekt als Schaffenswerk des renommierten Architekten Heinrich Reinhardt und als Zeugnis der historischen Entwicklung des Vorortes Rodenkirchen unbedingt erhaltenswert. Bestandteil des Denkmals ist schließlich auch die Gartenanlage, die bei einem freistehenden Einfamilienhaus als wesentliches Merkmale zum Typus der Gesamtanlage gehört.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0