Wohnhaus

Auenweg 23 · Rodenkirchen

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6297
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Auenweg 23, 50996 Köln
Baujahr1931
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 25.11.1991
Stadtteil Rodenkirchen

Erbaut 1931 von dem Architekten Heinrich Reinhardt im Stil des "Neuen Bauens", freistehender kubischer Bau an der Ecke zur Schillerstraße, 2 Geschosse, Backsteinsockel und Putzfassaden, asymmetrisch versetzter halbkreisförmiger Treppenhausrisalit, Hauseingang mit Backsteintreppe (orig. Geländer) und auskragender Eingangsüberdachung, überkragendes Flachdach; Fenster und Haustür verändert. Bestandteil des Denkmals sind auch die z. T. originale Grundstückseinfriedung und die Gartenanlage mit Vorgarten. Nicht Bestandteil des Denkmals ist der neuere Garagenanbau an der seitlichen Front.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Im 20. Jahrhundert wurde die Rheinlage von Rodenkirchen für eine vorstädtische Villenbebauung erschlossen. In unmittelbarer Nähe des Rheinufers entstanden bis in die 20er Jahre herrschaftliche Wohnhäuser, erbaut meist von bedeutenden Kölner Architekten. Ab den 30er Jahren bis um 1960 schloß sich der weite südliche Bereich zwischen Ufer- und Haupt- bzw. Weißer Straße mit einer überwiegenden Einfamilienhausbebauung. Im Auenweg, einer parallel zur Uferstraße verlaufenden Wohnstraße, plante der Architekt Heinrich Reinhardt 1930/31 mehrere freistehende Einfamilienhäuser im Gruppenverband. Die Gestaltung der in Einzelformen differenziert ausgearbeiteten Wohnbauten sollte einheitlich im modernen Baustil erfolgen. Die beiden erhaltenen Bauten (Auenweg Nr. 21 und 23) stehen stilistisch in der Tradition des Bauhauses, wobei der Architekt mit der partiellen Verarbeitung des Baustoffes Backstein auch auf die lokale Bautradition Bezug nimmt. Der Materialkontrast zwischen dem roten Backstein und den weißen Putzflächen ist ein wesentliches Kennzeichen der Reinhardt'schen Bauwerke. Hier im Auenweg bilden die beiden Bauten ein Ensemble im Stil des "Neuen Bauens", das - vergleichbar mit der Gruppe funktionalistischer Villen "Im Park/Uferstraße" - in architekturhistorischer und städtebaulicher Hinsicht einen hohen Stellenwert besitzt. Darüber hinaus ist das o. g. Objekt als Schaffenswerk des renommierten Architekten Heinrich Reinhardt und als Zeugnis der historischen Entwicklung des Vorortes Rodenkirchen unbedingt erhaltenswert. Bestandteil des Denkmals ist schließlich auch die Gartenanlge, die bei einem freistehenden Einfamilienhaus als wesentliches Merkmal zum Typus der Gesamtanlage gehört.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0