Wohnhaus
Auenweg 13 · Rodenkirchen
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6588 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Auenweg 13, 50996 Köln |
| Baujahr | 1935 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 19.08.1992 |
| Stadtteil | Rodenkirchen |
Erbaut 1935, Architekt Otto Schmitz, freistehender kubischer Bau auf nahezu quadratischem Grundriß, 2 Geschosse und ausgebautes Dachgeschoß, Backsteinfassaden (Sockel verputzt), linke Hausecke aufgebrochen mit Eckstützen (nachträglich mit Platten ummantelt), seitliche Öffnung im EG nachträglich geschlossen; Hauseingang mit Solenhofener Platten, Treppe (neu plattiert), Sockelmauer (nachträglich ummantelt) mit orig. Geländer und orig. Haustür; asymmetrisch versetzter Balkon im OG mit orig. Geländer, über Eck verlaufende Fenster an der rechten Hausecke, weit überkragendes flaches Walmdach mit 2 straßenseitigen Gauben; linke Seitenfassade mit einer breiten Gaube. Rückfront: nahezu axialsymmetrischer Aufbau mit 2 breiten Balkonen (oberer (OG) um 1950 mit Stahl-Glaskonstruktion geschlossen), eine breite mittig gesetzte Gaube; Fenster verändert. Im Inneren original erhalten: Holztreppe. Bestandteil des Denkmals ist auch die Gartenanlage mit Vorgarten. Nicht Bestandteil des Denkmals ist der spätere Garagenanbau (Bj. 1969) an der Seitenfassade.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Im 20. Jahrhundert wurde die Rheinlage von Rodenkirchen für eine vorstädtische Villenbebauung erschlossen. In unmittelbarer Nähe des Rheinufers entstanden bis in die 20er Jahre herrschaftliche Wohnhäuser, erbaut meist von bedeutenden Kölner Architekten. Ab den 30er Jahren bis um 1960 schloß sich der weite südliche Bereich zwischen Ufer- und Haupt- bzw. Weißer Straße mit einer überwiegenden Einfamilienhausbebauung. Im Auenweg, einer parallel zur Uferstraße verlaufenden Wohnstraße, errichtete der Architekt Otto Schmitz im Jahre 1935 o. g. Wohnhaus. Mit seiner kubischen Bauweise, der asymmetrischen Fassadengestaltung und den über Eck verlaufenden Fensterbändern knüpft der Architekt bewußt an die moderne Architektur der 20er Jahre (Neues Bauen) an, ohne dabei den Bezug zu lokalen Bautraditionen - siehe die Verwendung des Werkstoffes Backstein und das Walmdach - außer Acht zu lassen. Stilistisch stellt das Gebäude somit eine gelungene Synthese aus modernen und traditionellen Bauformen dar, was einerseits der Zeit - ab 1933 wurden wieder verstärkt traditionalle Einflüsse geltend gemacht - und andererseits der Neigung des Architekten entspricht. Dieser hat in diesem Teilbereich des Auenweges noch weitere stilähnliche Häuser errichtet, mit denen o. g. Objekt ein Ensemble bildet. Als Dokument der Architekturentwicklung der 30er Jahre, als Schaffenswerk des Architekten Otto Schmitz und als Zeugnis der historischen Entwicklung des Vorortes Rodenkirchen ist das Wohnhaus mit Garten - bei einem freistehenden Bau gehört dieser als wesentliches Merkmal zum Typus der Gesamtanlage - unbedingt erhaltenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0