Wohn- u. Geschäftshaus

Eifelstraße 33 · Neustadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6299
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Eifelstraße 33, 50667 Köln
Baujahr1900
Architekt / PlanungHerbst
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 25.11.1991
Stadtteil Neustadt/Süd

1900 inschr. datiert, Architekt Herbst (inschr. bezeichnet). 4 Geschosse, Souterrain, 3 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß (verändert); Erker in den Außenachsen (1.-3. OG). Putzfassade mit Werksteindekorationen, Souterrain und Hochparterre in Werkstein; Ziermaueranker im mittleren Fassadenbereich. Türen weitgehend original; Fenster erneuert, Fenster im Souterrain verändert, Souterrainfenster rechts neben der Haustür in neuerer Zeit durch Tür ersetzt. Rückseite und zwei Hinterhäuser: Putzfassade mit Backsteingliederungen, Sockelgeschoß backsteinsichtig; Maueranker; Balkone an der Rückseite links und rechts vom Treppenhausrisalit; Fenster verändert (Oberlichter weitgehend geschlossen), Treppenhausfenster mit neuerer Verglasung (in dem Rundfenster im obersten Geschoß ist noch ein Rest der Bleiverglasung erhalten). Im Innern original erhalten bzw. erhaltenswert: zum Hochparterre führende Terrazzotreppe mit schmiedeeisernem Geländer mit Holzhandlauf, Treppenabsatz im Hochparterre mit Mosaikfliesen; Haupttreppe bis zum 1. OG in Terrazzo, danach in Stein mit ornamentierten Fliesen auf den Zwischenpodesten (über den Zwischenpodesten auch reicher Deckenstuck); schmiedeeisernes Geländer mit Holzhandlauf; Wohnungseingangstüren; zahlreiche Zimmertüren, auch Flügeltüren, Deckenstuck; in den Küchen auch Boden- und Wandfliesen.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die von Josef Stübben geplante und ab 1881 ausgeführte Stadterweiterung von Köln gehört zu den bedeutendsten und umfassendsten städtebaulichen Leistungen des späten 19. Jahrhunderts in Deutschland. Die halbkreisförmig um die Altstadt gelegte Neustadt wurde in verschiedene Wohnviertel eingeteilt. Die Eifelstraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, gehört zu den Straßenerschließungen im Einzugsbereich des zwischen Volksgarten und Sachsenring angelegten Villenviertels. Sie erstreckt sich vom Salierring/Sachsenring bis zum Eifelwall/Vorgebirgswall und wurde weitgehend um 1890-1900 bebaut. Das Gebäude ist ein wichtiger integraler Bestandteil dieses Straßenzuges. Es bildet ein Ensemble mit dem Haus Nr. 35 und dem Eckhaus zum Eifelplatz (Nr. 37) und trägt gemeinsam mit diesen sowie mit den gegenüberliegenden Bauten (Nr. 14 bis Nr. 22) wesentlich zur Veranschaulichung des historischen Straßenbildes bei. Die repräsentative, mit Werkstein statt Stuck versehene Fassade belegt die hohen Ansprüche der Erstbewohnerschaft - u. a. befand sich hier die Fa. Krewel u. Co. GmbH, die pharmazetische Präparate herstellte. Der gehobene Sozialstatus wird auch in der aufwendigen Rückfassadengestaltung und der in Teilen erhaltenen Innenausstattung faßbar. Das o. g. Gebäude wird somit zu einem unverzichtbaren Dokument für die vornehme Kölner Neustadtbebauung.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0