Büro- und Geschäftshaus
Kaiser-Wilhelm-Ring 26 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6302 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Büro- und Geschäftshaus |
| Adresse | Kaiser-Wilhelm-Ring 26, 50672 Köln |
| Baujahr | 1948 |
| Architekt / Planung | Albert Passauer |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 25.11.1991 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
1948 erbaut; Architekt Albert Passauer. 6 Geschosse und ein Staffelgeschoß mit Vordach und Balkon. Werksteinfassade, Fenster verändert, Veränderungen im Ladenbereich (der Sockel wurde in neuerer Zeit entfernt); zum Hauseingang führende kleine Passage mit originalen Schaukästen. Haustür und Ladentür weitgehend original. Rückseite: verputzt, mit Balkonen; oberstes Geschoß zurückgesetzt; Fenster und Türen verändert; zweigeschossige Hofüberbauung (Erweiterung des Ladenbereichs). Im Innern erhaltenswert: Terrazzotreppe, Holzgeländer mit Eisenstäben.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
In der von Josef Stübben geplanten und ab 1881 ausgeführten Stadterweiterung von Köln, der Neustadt, spielte die Ring- straße von Anfang an als repräsentatives Wohn- und Geschäftsviertel eine herausragende Rolle. Diesen Stellenwert behielt sie auch in der Nachkriegszeit, als sich der zentrale Bereich, zwischen Hohenstaufen- und Kaiser-Wilhelm-Ring, mehr und mehr zu einer Büro- und Geschäftsstraße wandelte. Das o. g. Objekt ist ein wichtiger integraler Bestandteil dieses Straßenabschnitts. Es gehört zu einer ab den späten 40er bis in die 60er Jahre errichteten Häuserzeile (Nr. 10 bis Nr. 40) mit in etwa einheitlicher Traufhöhe, die einen Überblick gibt über die in dieser Zeit geläufigen Architekturströmungen und die somit das Erscheinungsbild des Kaiser-Wilhelm-Rings wesentlich prägt. Es ist der Nachfolgebau eines 1934 errichteten, größtenteils kriegszerstörten Gebäudes. Als Stahlbetonskelettbau mit Werksteinfassade und deutlicher Horizontalbetonung vertritt das nach Plänen des Architekten Albert Passauer erbaute Objekt die traditionellere Variante der frühen Nachkriegsarchitektur, in der die Orientierung an der Architektur der späten 20er und frühen 30er Jahre faßbar ist - beispielsweise an Bauten des Kölner Architekten Wilhelm Riphahn, der übrigens für die Innengestaltung des Ladenbereichs mit den gegeneinander versetzten Geschossen verantwortlich zeichnete. Eine solche Art der Fassadengestaltung wurde in weiten Bereichen schon bald durch das für die 50er Jahre typische Raster abgelöst. Als einer der ältesten qualitätvollen Nachkriegsbauten am Kaiser-Wilhelm-Ring wird das Gebäude daher zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0