Büro- und Geschäftshaus
Kaiser-Wilhelm-Ring 24 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6568 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Büro- und Geschäftshaus |
| Adresse | Kaiser-Wilhelm-Ring 24, 50672 Köln |
| Baujahr | 1947 bis 1957 |
| Architekt / Planung | Theodor Kelter |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 23.07.1992 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Um 1952 erbaut; Architekt Theodor Kelter. Erdgeschoß, Zwischengeschoß, 5 Geschosse und ein Staffelgeschoß mit Vordach und Balkon. Werksteinfassade mit geringfügig vorgeschobenem, seitlich von Werksteinplatten eingefaßten Ladenbereich im Erd- und inliegenden Zwischengeschoß, längsstrukturierter Messingstreifen als Untergliederung der beiden Geschosse; Staffelgeschoß verputzt. Fenster verändert; Haustür neueren Datums, Ladentür weitgehend original (neuerer Griff); kleine, zum Hauseingang führende "Passage" mit originalen Schaufenstern (Schaukästen) mit Messingeinfassung und Werksteinsockel. Rückseite: verputzt, mit Treppenhausrisalit, Fenster verändert; ein- bis zweigeschossiger Anbau (Erweiterung des Ladens) mit begrüntem Innenhof. Im Innern erhaltenswert: Treppe mit Kunststeinfliesen und -stufen; Sockel, Stoßtritte und Laibungen der Wohnungseingänge farblich abgesetzt (dunkler); Geländer mit Eisenstäben und Mipolamhandlauf; außerdem die zweigeschossige Ladengestaltung mit beinahe ovaler Öffnung im Zwischengeschoß und zum Erdgeschoß führender Werksteintreppe sowie Geländer mit Eisenstäben und Mipolamhandlauf.
Nicht zum Denkmal gehört: das an den rückwärtigen Anbau anschließende Gebäude zur Von-Werth-Straße.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
In der von Josef Stübben geplanten und ab 1881 ausgeführten Stadterweiterung von Köln, der Neustadt, spielte die Ringstraße von Anfang an als repräsentatives Wohn- und Geschäftsviertel eine herausragende Rolle. Diesen Stellenwert behielt sie auch in der Nachkriegszeit, als sich der zentrale Bereich, zwischen Hohenstaufen- und Kaiser-Wilhelm-Ring, mehr und mehr zu einer Büro- und Geschäftsstraße wandelte. Das o. g. Objekt ist ein wichtiger integraler Bestandteil dieses Straßenabschnitts. Es gehört zu einer ab den späten 40er bis in die 60er Jahre errichteten Häuserzeile (Nr. 10 bis Nr. 40) mit in etwa einheitlicher Traufhöhe, die einen Überblick gibt über die in dieser Zeit geläufigen Architekturströmungen und die das Erscheinungsbild des Kaiser-Wilhelm-Rings wesentlich prägt. Mit seiner schlichten Werksteinfassade, aus der lediglich der zweigeschossige, weitgehend durchfensterte Ladenbereich als gestalterisches Element hervortritt, repräsentiert das nach Plänen von Theodor Kelter errichtete Gebäude die traditionellere Variante der 50er Jahre-Architektur. Dazu kontrastiert die großzügige Konzeption des Ladenbereichs, mit inliegendem Zwischengeschoß und dem begrünten Innenhof, die den Besucher zur Besichtigung einlädt und darüber hinaus den hohen Standard des angebotenen Produktes unterstreicht. Nicht nur als Teil einer qualitätvollen städtebaulichen Gesamtsituation, sondern auch als Beispiel für das Werk eines der wichtigen Kölner Architekten der Nachkriegszeit ist das o. g. Gebäude, in dem die Bau- und Gestaltungsauffassung der 50er Jahre in anschaulicher Weise verständlich wird, somit ein unverzichtbares Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0