Wohnhaus

Augustastraße 13 · Mülheim

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6338
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Augustastraße 13, 51065 Köln
Baujahrum 1910
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 06.01.1991
Stadtteil Mülheim

Um 1910 erbaut; 3 Geschosse, 1 Giebelgeschoß, 3 Achsen, Erker, Stuckfassade im Stil des Neuklassizismus. Haustüren mit Oberlichtern original, Fenster nach hist. Vorbild erneuert. Im Innern original erhalten: im Flur rot gerahmter Terrazzoboden mit Mosaikkante, bis 1. OG Terrazzotreppe mit Holzhandlauf, ab 1. OG Holztreppe mit Holzgeländer, Zwischenpfosten im 1. OG. Rückseite: neu verklinkert, neue Fenster, 1-2geschossige Anbauten. Originale Vorgarteneinfriedung: niedrige Mauer mit profilierten Mauerpfeilern, dazwischen schmiedeeisernes Gitter; 2flügeliges schmiedeeisernes Eingangstor.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Das Haus Augustastr. 13 ist ein qualitätvolles historisches Zeugnis für den gehobenen bürgerlichen Miethausbau der seit Ende des letzten Jahrhunderts wirtschaftlich aufstrebenden und infolgedessen schnell wachsenden Stadt Mülheim. Zwischen dem Stadtgarten und den beiden Mülheimer Friedhöfen entwikkelte sich im Südosten der Stadt ein stark durchgrüntes Wohnviertel, dessen Bebauung durch aufwendig gestaltete Häuser aus der späten Ausbauphase der Stadterweiterung geprägt ist. Repräsentativ ist auch der Charakter des Hauses Augustastr. 13, welches im Gegensatz zu den übrigen, noch weitgehend im Jugendstil gestalteten Gebäuden dieser Gegend bereits deutlich im Stil des Neuklassizismus erbaut wurde. Besonders auffallend ist der mächtige geschwungene Sprenggiebel, der als freie Interpretation barocker Bauformen mit der geradelinigen strengen Gliederung der Fassade kontrastiert. Als eines der wenigen - nicht nur in der Augustastraße, sondern auch in ganz Mülheim - erhaltenen Gebäude dieser Stilepoche, ist obiges Haus ein baukünstlerisch unverzichtbares Dokument. Städtebaulich bedeutend ist das Objekt als Bestandteil einer Bautengruppe, die in dem östlichen Straßenabschnitt der Augustastraße, gerade auch im Vergleich zu den verstärkt auftretenden Nachkriegsbauten, eindrucksvoll das historische Erscheinungsbild dieses Straßenzuges nachvollziehbar macht.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0