Wohnhaus
Mainzer Straße 47 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6377 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Mainzer Straße 47, 50678 Köln |
| Baujahr | 1905 bis 1906 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 29.01.1992 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Erbaut 1905/06, 4 Geschosse, ausgebautes Dachgeschoß, 3 Achsen, 3geschossiger Erker auf trapezförmigem Grundriß in der Mittelachse, Ziergiebel, Putzfassade mit Stuckgliederungen im Jugendstil. Haustür mit halbrund abschließendem Oberlicht original, Fenster erneuert. Im Innern original erhalten: im Vestibül Differenzstufen (Trittstufe in Basalt, Setzstufe in hellem Marmor), Wand- und Deckenstuck, im vorderen Flurbereich ornamentierter Fliesenboden, sonst schwarz gerahmter Terrazzoboden mit Mosaikkante, Terrazzotreppe mit profilierter Zierleiste in halber Wandhöhe, auf den Etagen schwarz gerahmte Terrazzoböden mit Mosaikkante, zahlreiche Wohnungseingangstüren mit Oberlichten (1.-4. OG) sowie viele Zimmertüren in den Wohnungen, teilweise Deckenstuck, orig. Küchenfliesen (3. OG). Rückseite: im Sockelbereich gestrichene Backsteinfassade, sonstige Hausfassade neu verblendet, seitlicher Anbau (einen Hof umschließend), originale Treppenhausfenster und Hoftür, originales schmiedeeisernes Treppengeländer an der Ostseite des Anbaus.
Zum Denkmal gehört auch die rückwärtige Grundstücksmauer in Backstein (gestrichen) mit flach abschließenden Pfeilern.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Die von H.J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend, legt sie sich, mit der Ringstraße als Kernstück, halbkreisförmig um die Altstadt. Im Zuge ihrer Anlage ab 1881 entstand in der südlichen Neustadt - zwischen Bonner Straße und Rhein - das später sogenannte "Universitätsviertel", wo sich vorrangig das mittlere und gehobene Bürgertum ansiedelte. An der als Allee angelegten Mainzer Straße hat sich verhältnismäßig viel von der im wesentlichen um 1903-06 errichteten Bebauung erhalten. In der Nähe zur platzartigen Erweiterung der Mainzer Straße vor dem Römerpark gelegen, bewahrt das Haus Nr. 47 die ursprüngliche Maßstäblichkeit der Bebauung. Mit seiner reich im geometrischen Jugendstil gestalteten Fassade dokumentiert das o.g. Objekt, in dessen Inneren sich ebenfalls bemerkenswert viel erhalten hat, das charakteristische Erscheinungsbild dieser vom gehobenen Bürgertum geprägten Alleestraße im Süden der Neustadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0