Mainzer Str.
Benannt nach Mainz, der ehemaligen römischen Mogontiacum und heutigen Hauptstadt von Rheinland-Pfalz, an der Mündung des Mains in den Rhein. Wie Köln eines der drei geistlichen Kurfürstentümer des Heiligen Römischen Reichs (Mainz, Köln, Trier — siehe Kurfürstenstr.); der Mainzer Erzbischof war Erzkanzler des Reiches für Deutschland und damit der ranghöchste der drei. Mainz ist UNESCO-Welterbe als Teil der SchUM-Städte (Speyer, Worms, Mainz — siehe Wormser Str.) — dem Verbund der drei mittelalterlichen jüdischen Gemeinden, die im 10.–13. Jh. das Zentrum des aschkenasischen Judentums Europas bildeten. Berühmtester Sohn der Stadt: Johannes Gutenberg (1400–1468), der Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, dessen Werkstatt in Mainz die Gutenberg-Bibel hervorbrachte (1455). Im Rheinland-Cluster der Neustadt-Süd steht Mainz neben Wormser, Trierer und Bonner Str.
Quellen:
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Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.