Wohnhaus
Ulmenallee 8 · Sürth
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6385 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Ulmenallee 8, 50999 Köln |
| Baujahr | um 1912 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 30.01.1992 |
| Stadtteil | Sürth |
Erbaut um 1912 von Architekt Max Stirn, linke Hälfte des urspr. nahezu spiegelsymmetrisch aufgebauten Doppelhauses an der Ecke zur Rotdornallee, giebelständig, 1 Geschoß und 2 ausgebaute Dachgeschosse, Putzfassade, überdachter Parterreerker mit Balkon (urspr. offene, überdachte Loggia), Satteldach (verbunden mit anderer Haushälfte (Nr. 6) durch rechtwinkelig dazu gelagertes Satteldach); Seitenfront: Risalit mit Giebel und Satteldach, Hauseingang (neue Eingangsüberdachung und neu verfliest); originale Haustür. Rückfront mit hohem Giebel; größtenteils originale Fenster (z. T. mit Schlagläden).
Bestandteil des Denkmals sind auch die erhaltenen Teile der originalen Innenausstattung, die Gartenanlage mit Vorgarten und die Grundstückseinfriedung (Tor verändert). Nicht Bestandteil des Denkmals ist der seitliche Garagenanbau.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Sürth - als Bestandteil der Gemeinde Rodenkirchen seit 1975 zu Köln gehörig - wurde im Jahre 1059 erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts waren Fischfang und Landwirtschaft die Haupterwerbszweige der Bewohner. Kurz nach 1900 wird der Ort durch den Bau der Kälteindustrie und deren damit verbundenen Werkswohnungsbau im Norden erweitert. Um 1910 nutzt dann der Kölner Architekt Max Stirn zusammen mit der Cölner-Gelände-Gesellschaft die idyllische Lage des Ortes zum Bau einer Landhauskolonie im Bereich Ulmenallee und Oberbuschweg. Die differenziert gestalteten Einzel- und Doppelhäuser und Drei-Häusergruppen verschmelzen mit den großzügig angelegten Gärten zu einer harmonischen Einheit. Das Wohnhaus Ulmenallee Nr. 8, welches mit dem Nachbarhaus Nr. 6 eine bauliche Einheit bildet, ist integraler Bestandteil dieser auch aus städtebaulicher Sicht einzigartigen Gesamtanlage, deren Erscheinungsbild im wesentlichen erhalten geblieben ist. Ebenso wie die Häuser Oberbuschweg Nr. 211, Ulmenallee Nr. 1, 10-14, 16-18, 20-22 stellt das Doppelhaus Nr. 6-8 ein unverzichtbares Dokument der historischen Bebauung dar und ist somit - trotz Veränderungen - unbedingt erhaltenswert. Wesentlicher Bestandteil ist dabei auch die Gartenanlage, die bei einer Landhauskolonie als wesentliches Merkmal zum Typus der Gesamtanlage gehört.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0