Wohn- u. Geschäftshaus

Körnerstraße 48 · Ehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6405
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Körnerstraße 48, 50823 Köln
Baujahrum 1890 bis 1900
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 03.02.1992
Stadtteil Ehrenfeld

Um 1890/1900 erbaut. 4 Geschosse, 3 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß; mittige erkerartige Wandvorlage; Tordurchfahrt. Zweifarbige Klinkerfassade mit Gliederungen in Anklängen an die Renaissance. EG verändert, Fenster und Türen verändert.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Der Vorort Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung in Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Die Körnerstraße (früher Heribertusstraße), an der sich das o. g. Objekt befindet, gehört neben der Simrockstraße zu den ersten planmäßigen Siedlungsansätzen in diesem Vorortbereich. Sie wurde also bereits ab 1845 erschlossen. Der die Venloer- mit der Subbelrather Straße verbindende Straßenzug, dessen ältester erhaltener Bau (Nr. 40) aus den frühen 60er Jahren des 19. Jahrhunderts stammt, erinnert mit seinem Namen an Karl Theodor Körner (1791-1813), den Dichter der Freiheitskriege. Das Gebäude ist integraler Bestandteil der bis zur Kriegszerstörung geschlossenen historischen Bebauung. Es bildet ein Ensemble mit dem Haus Nr. 48, das ebenfalls mit einer zweifarbigen - jedoch anders gestalteten - Klinkerfassade ausgestattet wurde. Ein solches Fassadenmaterial ist an der Körnerstraße seltener anzutreffen. Hier wird der noch vorhandene Einfluß der vorstädtischen Bebauung faßbar, darüber hinaus aber auch das Vorbild der Fabrikarchitektur, die diesen Kölner Industrievorort damals in weiten Teilen prägte und die heute nur noch vereinzelt im Stadtbild erscheint. Auch als Beispiel für die Gestaltungsvielfalt der kurz nach der Eingemeindung errichteten Ehrenfelder Stadtarchitektur wird das o. g. Gebäude daher zu einem unverzichtbaren Dokument.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0