Wohnhaus
Körnerstraße 46 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6533 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Körnerstraße 46, 50823 Köln |
| Baujahr | um 1890 bis 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 19.06.1992 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Um 1890/1900 erbaut. 4 Geschosse, 3 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß; mittige erkerartige Wandvorlage; Tordurchfahrt. Zweifarbige Backsteinfassade mit Gliederungen in Anklängen an die Renaissance. EG verändert, Haustür, Tor und Fenster verändert.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der Vorort Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Die Körnerstraße (früher Heribertusstraße), an der sich das o.g. Objekt befindet, gehört neben der Simrockstraße zu den ersten planmäßigen Siedlungsansätzen in diesem Vorortbereich. Sie wurde also bereits ab 1845 erschlossen. Der die Venloer- mit der Subbelrather Straße verbindende Straßenzug, dessen ältester erhaltener Bau (Nr. 40) aus den frühen 60er Jahren des 19. Jahrhunderts stammt, erinnert mit seinem Namen an Karl Theodor Körner (1791-1813), den Dichter der Freiheitskriege. Das o.g. Gebäude ist integraler Bestandteil der bis zur Kriegszerstörung geschlossenen Bebauung. Es bildet ein Ensemble mit dem vergleichbar strukturierten und gestalteten Nachbarhaus Nr. 48. Mit seiner zweifarbigen, mit Gliederungen versehenen Klinkerfassade repräsentiert es einen für die Körnerstraße weniger gebräuchlichen Fassadentypus. Hier wird der Einfluß der Fabrikarchitektur faßbar, wie sie in diesem Kölner Industrievorort damals häufiger anzutreffen war und die heute nur noch vereinzelt im Stadtbild erscheint. Auch als Beispiel für die Gestaltungsvielfalt der kurz nach der Eingemeindung errichteten Ehrenfelder Architektur und ihrer stadtteilspezifischen Ausprägung wird das Gebäude daher zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0