Wohnhaus
Marienstraße 4 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6426 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Marienstraße 4, 50825 Köln |
| Baujahr | 1899 |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.03.1992 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
1899 erbaut. 3 Geschosse, 4 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit neueren Gauben. Backsteinfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an die Renaissance. Fenster und Haustür verändert.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch , wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
In dem 1888 zu Köln eingemeindeten Vorort Ehrenfeld wurde die Marienstraße als mittlere Verbindungsachse für die von der Venloer Straße ausgehenden Erschließungen angelegt. Das o. g. Gebäude gehört hier zu den wenigen Zeugnissen der ehemals weitgehend geschlossenen Bebauung. Es bildet ein Ensemble mit dem gleich gestalteten Nachbarhaus Nr. 2 und dem Eckhaus zur Platenstraße (Platenstr. 20), das wiederum überleitet zu einem noch qualitätvollen Ensemble, in dem die für das Haus Marienstr. 4 gewählte Gestaltung mit Klinkern und Stuck in einer erheblich schlichteren Variante wiederkehrt. Das als Vierfensterhaus mit verschobenen Achsen mit Mitteleingang ausgebildete Objekt wurde auf jedem Geschoß mit zwei Wohnungen versehen und vertritt somit den insbesondere in Neuehrenfeld häufiger auftretenden Typus des Zweispännermietshauses. Die hohe Flächenausnutzung in dem verhältnismäßig schmalen Gebäude weist es, ebenso wie die Nachbarhäuser, als Spekulationsbau zur Wohnraumbeschaffung für Personenkreise mit niedrigeren Ansprüchen aus. Die relativ reiche Fassadenstuckierung orientiert sich am Erscheinungsbild der gehobeneren Bebauung. Dies ist ein für viele Bezirke des Stadtteils typisches Gestaltungsmerkmal. Das Gebäude wird somit auch zu einem wichtigen Dokument für den Mietstockwerkbau und seine spezifische Ausprägung im Ehrenfeld der Jahrhundertwende.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0