Wohn- u. Geschäftshaus
Wichheimer Straße 26 · Buchheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6445 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Wichheimer Straße 26, 51067 Köln |
| Baujahr | um 1898 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 02.04.1992 |
| Stadtteil | Buchheim |
Um 1898 erbaut; 4 Geschosse, ausgebautes Dachgeschoß, 3 Achsen, Stuckfassade mit Anklängen an die Renaissance, (betontes Kranzgesims), EG verändert. Haustür stilgerecht erneuert, Fenster verändert. Im Innern original erhalten: zwischen Flur und Treppenhaus kannelierter Pilaster mit (teilweise beschädigtem) Putto im Kapitell (gegenüberliegender Pilaster durch nachträglichen Einbau des Ladens zerstört) und 2flügelige Tür mit Oberlicht, hölzerne Treppenanlage mit gedrechseltem Geländer und barockisierender Antrittswange, am Treppenaufgang Profilleiste in halber Wandhöhe, Wohnungseingangs- und Aborttüren, backsteinsichtiger Gewölbekeller. Rückseite: neue Putzfassade, 2geschossiger Anbau mit gestrichener Backsteinfassade (Inneres erneuert), Fenster verändert. Nicht zum Denkmal gehören die neuen Gebäudeteile am rückwärtigen Anbau.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Das Haus Wichheimer Str. 26 dokumentiert den städtisch geprägten Wohnbau des alten, bereits im Mittelalter genannten Dorfes Buchheim, das sich infolge des industriellen Aufschwungs in Mülheim zu einem Arbeiterwohnort entwickelte. Die städtebauliche Situation einer im nördlichen Abschnitt fast unversehrt erhaltenen historischen Wohnstraße macht das Gebäude als Teil einer Reihe von individuell gestalteten Mietstockwerkbauten - gerade im offensichtlich bewußt herbeigeführten Kontrast zu den gleichförmigen Genossenschaftswohnungen der Gegenseite - unentbehrlich. Als eines der Häuser mit historisierender Stuckfassade trägt das Haus Nr. 26 zur architektonischen Vielfalt dieser Straßenseite bei, deren Reiz vor allem im Wechsel von teils aufwendigen, teils einfacheren Backstein-, Putz- und Stuckfassaden unterschiedlichen Stils liegt. Gleiche Haus- und Geschoßhöhen, eine vorherrschende Dreiachsigkeit und das gemeinsame Kennzeichen fehlender Erkerausbauten fassen die Häuserfront dennoch optisch zusammen, so daß mit den gegenüberliegenden Genossenschaftshäusern ein architektonisch harmonisches Straßenbild entstand, welches in seiner Gesamtheit zu erhalten ist.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0