Wohnhaus
Petersbergstraße 7 · Klettenberg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2478 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Petersbergstraße 7, 50939 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 12.06.1984 |
| Stadtteil | Klettenberg |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Klettenberg, da es die Geschichte der Stadtentwicklung dieses neuen Stadtteils zwischen Sülz und Zollstock dokumentiert. Der Stadtteil Klettenberg ist erst nach der Jahrhundertwende in Anschluß an Sülz unter dem Einfluß der von England kommenden und in Deutschland früh weitergeführten Gartenstadtbewegung gegründet worden und umfaßt sowohl im stadtnahen Teil Mietstockwerksbauten für gehobene bis mittlere soziale Schichten als auch Eigenheime, deren Wert durch die umgebenden Parks (Klettenberg- und Beethovenpark) erhöht wird. Die Petersbergstraße verläuft parallel zur Luxemburger Straße und verbindet den stadtnahen Bereich mit der Bebauung am Klettenberg-Park.
Das um 1905 erbaute dreigeschossige Gebäude besitzt eine stark plastische Stuckfassade von drei Achsen, die stilistisch im Übergang zwischen Historismus und Jugendstil steht. Das reich geschmückte Mittelrisalit wird von einem leicht abgeknickten Schmuckgiebel überkrönt, dessen weich geschwungenes Jugendstilfenster im Erker des 2. OG wieder aufgenommen wird. Die geschwungenen Übergiebelungen auf Halbsäulenvorlagen im 1. OG sind, wie das ähnliche Motiv über der Haustür, historisierend, zeugen aber von der Vielfalt der architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten und der formalen Freiheit trotz der hier noch symmetrischen Fassade. Die Einfriedung blieb original erhalten, aber auch die Holzfenster; die Hautür wurde erneuert. Der Eingang weist den originalen Terrazzobelag sowie seitliche Verfliesungen und die origianle Terrazzotreppe mit Holzgeländer auf. Der Ausbau ist größtenteils erneuert und entspricht nicht vollständig dem sehr originalen Zustand der Fassade. Rückwärtige Fassde in Backstein. Städtebaulich ist das Gebäude Teil des Ensembles der Petersbergstraße, die von Norden nach Süden fortschreitend bebaut wurde und deshalb eine Reihe hervorragender Wohnbauten von 1905 bis 1908 umfaßt. Das o. g. Objekt ist ein signifikantes Element dieses Ensembles und unverzichtbar auch wegen seines hervorragenden Erhaltungszustands.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0