Wohnhaus
Krefelder Straße 100 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6538 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Krefelder Straße 100, 50670 Köln |
| Baujahr | 1951 |
| Architekt / Planung | Werner W. Neumann |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 19.06.1992 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut 1951, Architekt Werner W. Neumann; Teil einer 4-5geschossigen, u-förmig um einen Hof gruppierten Blockbebauung und Eckhaus zur Inneren Kanalstraße; 5 Geschosse, Satteldach, Putzfassaden, Balkone mit originaler Brüstung (zur Inneren Kanalstraße), Fenster teilweise in Anlehnung an den ursprünglichen Zustand erneuert, Haustür verändert. Im Innern original erhalten: im Flur Terrazzofliesenboden, Terrazzotreppe mit Metallgeländer und Holzhandlauf, teilweise Wohnungseingangstüren und Deckenlampen. Bestandteil des Denkmals sind auch der zur Inneren Kanalstraße gelegene orig. Vorgarten sowie der gärtnerisch gestaltete Innenhof (teilweise verändert).
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Auf dem Hintergrund der allgemeinen Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg entstand 1951-52 am Rande der nördlichen Neustadt eine Siedlung der Gemeinnützigen Post-Bau-Gesellschaft für Postbedienstete. Verantwortlicher Architekt dieser sich über 3 Straßenzüge erstreckenden halboffenen 4-5geschossigen Blockbebauung war Werner W. Neumann. Während die Gestaltung der 5geschossigen Wohnblocks an der Wickra- ther- und Krefelder Straße durch die glatten Putzfassaden sehr sachlich und straff gehalten wird, was letztlich auch den damaligen Zwang zur Kostendämpfung reflektiert, ist das 4geschossige, als Ledigenheim errichtete Laubenganghaus an der Inneren Kanalstraße als architektonischer Blickfang konzipiert worden. Besonders die vor dem verglasten Treppenhaus befindlichen, in ihrer Gesamtheit wie ein Turm erscheinenden halbrunden Austritte der Laubengänge setzen hier einen markanten Akzent. Gleichzeitig betont diese auffällige Treppenhausgestaltung auch den danebenliegenden Durchgang als Eingangssituation zur Siedlung. Insgesamt ist der ganze Siedlungskomplex durch die unterschiedliche Länge der einzelnen Baublöcke und ihre jeweils versetzte Anordnung abwechslungsreich und aufgelockert gestaltet worden. Auch die Grüngestaltung des großzügigen Innenhofs - heute zum Teil verändert - ist ein wichtiger Aspekt der Gesamtkonzeption. Als integraler Bestandteil dieser Siedlung wird das o. g. Objekt, das als Eckgebäude den Anschluß an das Laubenganghaus an der Inneren Kanalstraße bildet, somit zum unverzichtbaren Dokument der inzwischen abgeschlossenen Bauepoche der 50er Jahre. Hier wird anschaulich, daß die Architekturentwicklung jener Jahre auch im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus qualitätvolle Lösungen hervorbrachte.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0