Wohn- u. Geschäftshaus
Weyertal 32 · Sülz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6567 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Weyertal 32, 50937 Köln |
| Baujahr | um 1907 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 23.07.1992 |
| Stadtteil | Sülz |
Erbaut um 1907, Eckhaus zur Palanter Straße, 4 Geschosse und ausgebautes Dachgeschoß, Putzfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an den Jugendstil, EG mit Fugenschnitt, Mansarddach mit Gauben; Fassade zum Weyertal: 5 Achsen, Mittelbetonung durch 3geschossigen Erker; Fassade zur Palanter Straße: 3 Achsen; abgeschrägte Ecke: 1 Achse, Ziergiebel, Balkone (orig. Geländer) auf den Geschossen. Ladenlokale im EG (Fensteröffnungen zu beiden Seiten der Hausecke verändert); Fenster größtenteils verändert (einige orig. Fenster im EG), Haustüren verändert. Rückfront: Backstein; 1geschoss. Anbau. Im Innern original erhalten: Inkrustierter Terrazzoboden im Eingangsbereich, Steintreppe mit hölzernem Geländer (Antrittspfosten und einige Stäbe verändert), Terrazzoboden auf den Etagen; in den Wohnungen z. T. Deckenstuck und Zimmertüren.
Die Wohnbebauung in dem seit 1888 eingemeindeten Vorort Sülz setzte ab 1845 in dem Bereich zwischen Sülzburgstraße und Ägidiusstraße ein. O. g. Objekt entstand um 1907 als Eckhaus zum Weyertal und zur Palanter Straße. Die Bebauung im Weyertal gehört im wesentlichen zur zweiten Entwicklungsstufe, die nach der Jahrhundertwende einsetzt, als die Kölner Neustadt nahezu vollendet war und somit weitere Gebiete für stadtzentrumnahes Wohnen erschlossen werden mußten. Zusammen mit den gegenüberliegenden Wohnhäusern und den Nachbarhäusern Nr. 24 - 26 bildet das o. g. Gebäude ein Ensemble, das die historische Bebauung am 1904/05 angelegten De-Noel-Platz dokumentiert. Als Eckhaus zur Palanter Straße setzt das o. g. Objekt zudem einen wichtigen städtebaulichen Akzent. Mit seinen reich gestalteten Fassaden in Anklängen an den Jugendstil ist das Gebäude bedeutend für das Verständnis der Architekturentwicklung vom Historismus zur Moderne und somit auch aus architekturhistorischer Sicht unbedingt erhaltenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0