Wohnhaus

Weyertal 26 · Sülz

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2880
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Weyertal 26, 50931 Köln
Baujahr1904
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 22.03.1985
Stadtteil Sülz

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Sülz, da es die Geschichte der Entwicklung dieses Vororts außerhalb der Neustadt bzw. der späteren preußischen Umwallung von 1886 dokumentiert. Der Ort Sülz war bis in die Mitte des 19. Jh. eine kleine Ansammlung von Höfen und ländlichen Wohnbauten, der erst Mitte des 19. Jh. vom Bauunternehmer H. Wagner für die Arbeiter seiner Kiesgrube und Ziegelei im Sinne einer städtischen Ansiedlung erschlossen wurde. Mit den Nachbarvororten wuchs Sülz schnell zu einem zusammenhängenden Stadtraum zusammen, da es den Kölnern Platz für Lebens- und Wohnraum bot (1888 Sülz nach Köln eingemeindet). Das Weyertal verbindet Sülz mit dem Klinikum in Lindenthal.

Das lt. inschriftlicher Datierung 1904 errichtete Mietstockwerksgebäude besitzt eine 3geschossige Stuckfassade mit drei Achsen. Der 1achsige Mittelerker ist durch die unterschiedliche Breite der beiden Seitenachsen leicht nach rechts versetzt; sein breites Fenster wird im Zwerchhaus des DG wiederholt und mit einem leicht geschwungenen Ziergiebel bekrönt. Alle Fenster sind weitgehend original; die Haustür wurde erneuert. Die flache Ornamentik der Stuckverzierung hat sich vom klassischen Historismus gelöst und tendiert zum Jugendstil. Die rückwärtige Fassade ist in Backstein gehalten. Im Innern blieben die Stuckdecken des Jugendstils größtenteils erhalten (im 1. OG ist die Decke abgehängt). Die Wohnungs- und Zimmertüren sind original. Im Eingang blieb die Stuckverzierung an den Seiten und an der Decke weitgehend erhalten und bilden mit der Terrazzotreppe mit Holzgeländer eine stilistische Einheit (Jugendstil mit Tendenz zum Heimatstil). Städtebaulich ist die überwiegend original verbliebene Gebäudegruppe Weyertal 20 bis 32 eine unverzichtbare Begrenzung des ebenfalls mit originalem Baumbestand erhaltenen De-Noel-Platzes. Das Haus ist ein typisches und unverzichtbares Dokument der Erstbebauung des Stadtteils Sülz.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0