Wohnhaus

Bergisch Gladbacher Straße 141 · Mülheim

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6577
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Bergisch Gladbacher Straße 141, 51065 Köln
Baujahrum 1905
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 23.07.1992
Stadtteil Mülheim

Um 1905 erbaut; 4 Geschosse, 3 Achsen, Putzfassade mit Stuckgliederungen im Jugendstil. Haustür und Fenster verändert, nachträglich ausgebautes Dachgeschoß. Im Innern original erhalten: im Flur schwarz gerahmter Terrazzoboden, Holztreppe mit gedrechseltem Geländer und Antrittspfosten, Differenzstufen in Basalt zum rückwärtigen Anbau, Tür zum Anbau original. Rückseite: backsteinsichtig, seitlicher Anbau, Treppenhausfenster weitgehend original.

Mülheim, bis 1914 selbständige Stadt, hatte sich im 19. Jahrhundert von einer Gewerbestadt zu einem industriellen Vorort Kölns entwickelt. Als Folge dieser Industrialisierung erlebte Mülheim einen wirtschaftlichen Aufschwung und einen Bevölkerungszuwachs, der zur schnellen Bebauung des bis dahin freien Geländes entlang der Hauptstraße und in der Nähe neuer Industrieanlagen führte. Die Bergisch Gladbacher Straße, als verkehrsreiche Ausfallstraße vom Clevischen Ring aus in Richtung Bergisch Gladbach verlaufend, war 1882 durch den Grafen Fürstenberg als Alleestraße ausgebaut worden. In dem Straßenabschnitt zwischen Keupstraße und dem Bahndamm wird sie noch heute durch zahlreiche Wohnhäuser der Mülheimer Stadterweiterung geprägt. Als integraler Bestandteil eines aus den Gebäuden Nr. 139-155 gebildeten Ensembles trägt obiges Haus wesentlich zur Veranschaulichung der baulichen Entwicklung dieser wichtigen Straße Mülheims bei. Im gleichen Zuge mit den Häusern Nr. 139-145 als Wohnhaus errichtet, repräsentiert es den ab der Keupstraße vorherrschenden Typus des Kölner Dreifensterhauses, welches hier als 4geschossiger Mietstockwerkbau eine sehr individuelle und in ihrer vergleichsweise abwechslungsreichen Gliederung eine markante Jugendstilfassade aufweist. Auffallend sind dabei die senkrechten Putzbänder, die einer Kolossalordnung gleich, die Stockwerke des Gebäudes zusammenfassen und der Fassade eine betont vertikale Wirkung verleihen. Obwohl die meisten Fenster an der Oberkante gerade abschließen, herrschen die dem Jugendstil eigenen runden und gekurvten Dekorelemente vor, welche die Fassade besonders lebendig erscheinen lassen.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0