Wohnhaus
Platenstraße 28 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6624 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Platenstraße 28, 50825 Köln |
| Baujahr | um 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 11.09.1992 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Um 1900 erbaut. 4 Geschosse, 4 Achsen, Satteldach. Klinkerfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an Renaissance und Klassizismus (vorwiegend im Erdgeschoß und 3. Obergeschoß). Fenster und Haustür verändert. Rückseite: backsteinsichtig, Fenster verändert; kleiner Lichthof. Im Innern original erhalten: Fliesenboden im Vestibül und Treppenhausbereich; Holztreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und Antrittspfosten.
Das og. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der im Jahr 1888 zu Köln hin eingemeindete Vorort Ehrenfeld wurde ab der Mitte des 19. Jahrhunderts erschlossen und gewann im Lauf der Zeit durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Die Platenstraße (ehem. Kayserstraße), an der sich das o. g. Objekt befindet, verbindet die Subbelrather mit der Venloer Straße. Von der ursprünglich geschlossenen Bebauung blieben nach den Kriegsbeschädigungen gerade im Kreuzungsbereich zur Marienstraße verschiedene Beispiele erhalten, die belegen, daß auch in einem für geringere Ansprüche vorgesehenen Wohnbereich Wert gelegt wurde auf abwechslungsreich gestaltete Fassaden. Das Gebäude ist integraler Bestandteil eines Ensembles, bestehend aus gleich gestalteten Vierfensterhäusern mit verschobenen Achsen mit Mitteleingang (Nr. 22 - 30). Die Häuserzeile wurde auf Initiative des Bauunternehmers und Ziegeleibesitzers W. Mann errichtet. Die gleichförmige Wiederholung der Wohnbauten, die vierfenstrige Fassadengliederung und die entsprechende Ausnutzung der Parzellen belegen, daß es sich hier um Wohnraum für einen Personenkreis von niedrigerem sozialen Niveau handelt. Als Beleg für die sozialgeschichtliche und architektonische Entwicklung Ehrenfelds und als Beispiel für die um 1900 errichtete stadtteilspezifische Bebauung wird das o. g. Objekt zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0